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06.02.2004

07:17 Uhr

Unternehmen

Der Puppenkönig

VonPeter Brors

Puppen, nichts als Puppen. Und Thomas Eichhorn, 38 Jahre alt, mit schon ziemlich lichtem Haar und Dauerlächeln im Gesicht, sitzt mittendrin. Um ihn herum wird gequengelt und geheult, gekichert und gejault. Sie heißen Annabell und Chou Chou, und Eichhorn, der selbst keine Kinder hat, sagt: „Ich liebe sie alle.“

NÜRNBERG. Das ist nur konsequent, denn irgendwie sehen sie sich auch alle ähnlich. Sie haben keine Haare, nuckeln an einem Schnuller und tragen vorwiegend rosa Hosen und T-Shirts, Bademäntel und Bikinis. Unzählige davon hat Eichhorn vom Firmensitz im fränkischen Rödental nach Nürnberg bringen lassen, wo in diesen Tagen die Internationale Spielwarenmesse läuft und sich sein berufliches Wohl und Wehe für dieses Jahr vorentscheidet.

Eichhorn ist Vorstandsvorsitzender des Puppenherstellers Zapf Creation AG und hier zu Lande mit einem Marktanteil von 60 Prozent der Puppenkönig der Republik. Er spricht viel und schnell, wie ein guter Verkäufer eben: „Dieses Jahr wird wieder besser. 2003 ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben.“

Tatsächlich musste die Zapf AG im Herbst binnen vier Wochen zweimal ihre Gewinnprognose senken. Statt bei 33 Millionen Euro, wie zunächst angekündigt, lag der Gewinn vor Steuern und Zinsen für 2003 letztlich bei 23,5 Millionen Euro. Der Kurs der im M-Dax notierten Aktie stürzte ab. Vor allem das schlecht gelaufene USA-Geschäft hatte die Franken böse überrascht. Analyst Peter-Thilo Hasler von der Hypo-Vereinsbank sagt es so: „Da hat die Zentrale zu lange nicht genau genug hingesehen.“

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