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24.06.2015

03:10 Uhr

Der Werber-Rat

Büroräume für Milliarden

VonArmin Jochum

Wer ein Unternehmen gründet, der muss auch aufs Umfeld achten. Wie gut, dass es Unternehmen gibt, die sich darum kümmern, dieses Umfeld zu schaffen - auch jenseits der großen Metropolen.

Das amerikanische Unternehmen Wework vermietet Büroräume der etwas anderen Art. AFP

Arbeit und Lifestyle

Das amerikanische Unternehmen Wework vermietet Büroräume der etwas anderen Art.

Die Welt wird tatsächlich immer kleiner. In einer immer schneller und immer schlauer vernetzten Welt scheint es schnurzpiepegal, in welchem Winkel man sein Imperium hochzieht. Das ist natürlich völliger Blödsinn, die Menschen streben nach Licht, Luft, Sonne und inspirierenden Umfeldern, in denen ihre Start-ups prächtig gedeihen.

In schwäbischen Maschinenbau-Metropolen scheint das noch relativ leicht darstellbar. Aber was tun, wenn es den welthungrigen Longboardfahrer an die amerikanische Ostküste verschlägt? Just dort hatte ein schlaues Bürschchen eine sehr zeitgemäße Idee. Und weil jede gute Idee auf einen Bierdeckel und in einspaltige Texte passt, will ich sie Ihnen hier und heute verraten. Adam Neumann begründete mit der Idee „the first physical social network“ ein Unternehmen, das sich auf die Vermietung von Büroräumen spezialisiert hat.

Armin Jochum ist Vorstand Kreation und Co-Gründer der Agentur Thjnk.

Armin Jochum ist Vorstand Kreation und Co-Gründer der Agentur Thjnk.

Büroräume, die den Spirit eines Google-Campus atmen. Die Company heißt Wework und bietet Arbeitsplätze ab 350 Dollar pro Monat, bei freien Getränken und einem Lifestyle, der nicht nur sehr vorzeigbar, sondern auch noch sehr, sehr inspirierend ist. Es gibt Konferenzräume, Telefonzellen und gemütliche Sitzecken, Büros jeder Größe. Gerade so, wie man sich das in angesagten Metropolen wünscht.

Natürlich zeitigt diese unkonventionelle Idee erhebliche Anziehungskraft. Das Versprechen „to create a world where people work to make a life, not just a living“ ist dort überall spürbar. Sehr vorzeigbar ist deshalb auch der Unternehmenswert, der aus dieser Idee erwuchs: Analysten taxieren Wework auf fünf Milliarden Dollar. Wenn Ihnen also einmal in Maschinenbau-Metropolen oder anderswo die Decke auf den Kopf fallen sollte, bestaunen Sie einfach eines der 16 Offices in New York. Souveränes Navigieren von Longboards ist übrigens nicht zwingende Voraussetzung.

Der Autor: Armin Jochum ist Vorstand Kreation und Co-Gründer der Agentur Thjnk. Er ist einer von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

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