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24.08.2015

20:22 Uhr

Der Werber-Rat

Die Macht des Suchfelds

VonFranziska von Lewinski

Wer etwas sucht, sucht online. Jeden Tag beantwortet Google 40.500 Suchanfragen pro Sekunde. Doch nicht nur hier regiert mittlerweile das Suchfeld. Es ist zum Türsteher für alle Informationen im Netz geworden.

Das Suchfeld regiert heute das Internet.

Google

Das Suchfeld regiert heute das Internet.

Vor kurzem habe ich verzweifelt meinen Schlüssel gesucht. Er war wie vom Erdboden verschluckt. Nachdem ich diverse Taschen durchwühlt und in sämtliche Ecken geschaut hatte, gab mir meine fünfjährige Tochter den Tipp: „Mama, guck doch einfach mal bei Google. Da findest du alles.“

Und sie hatte recht: Wer etwas sucht, schaut online. So beantwortet Google jeden Tag etwa 40.500 Suchanfragen pro Sekunde. Lange war Suche gleich Google. Heute spielt aber nicht nur das Suchfenster des Internetgiganten eine relevante Rolle. Egal ob Amazon, Facebook, Twitter, Youtube oder App-Store - keine Homepage und kein Onlineshop kommen ohne ein eigenes Kästchen mit der Lupe aus.

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

Franziska von Lewinski

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

Das Suchfeld ist quasi der Türsteher aller Informationen im Internet. Nutzen User das kleine rechteckige Eingabefeld, ist das eine Chance für Marken, auf sich aufmerksam zu machen und den Konsumenten an sich zu binden. Eine sehr große sogar. Denn der Impuls zu suchen entsteht durch ein konkretes Bedürfnis. Das kann etwa ein Wunsch oder eine Frage sein - ausgelöst beispielsweise durch einen TV-Spot, eine Anzeige oder ein Produkt.

Doch das Zusammenspiel der Suche mit anderen Kanälen wird noch immer unterschätzt. Für Marken heißt das: Wenn der User das Gesuchte nicht findet, ist es eine verpasste Chance. Sie müssen also das ganze Alphabet kennen, um im Suchfeld zu punkten. Dieses kleine Eingabefeld hat eine enorme Macht. Es entscheidet über Erfolg und Misserfolg, über Umsatzsteigerung und Umsatzrückgang. Deshalb ist es für Unternehmen unabdingbar, Zeit und Geld zu investieren. Nicht nur in die Suchmaschinenrankings bei Google, sondern überall dort, wo das Suchfeld auftaucht. Suchfeldmarketing ist wie die Gästeliste. Und wer nicht auf der Gästeliste steht, kommt nicht am Türsteher vorbei und kann nicht mitfeiern.

Die Autorin: Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

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