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11.01.2016

21:42 Uhr

Der Werber-Rat

Digital ist endlich angekommen

VonFranziska von Lewinski

Die Technik-Messe CES in Las Vegas zeigt: Das Auto wird in Zukunft mehr als nur ein Fahrzeug sein. Es wird zum Knotenpunt zwischen analoger, digitaler und virtueller Welt. Mehrere Autobauer zeigen bereits, wie das geht.

Mit dem E-Golf Touch und dem BUDD-e präsentiert Volkswagen zwei neue Fahrzeuge mit Elektroantrieb. dpa

Volkswagen mit einem starken Auftritt auf der Technik-Messe CES

Mit dem E-Golf Touch und dem BUDD-e präsentiert Volkswagen zwei neue Fahrzeuge mit Elektroantrieb.

In den vergangenen Tagen erreichten mich über meine Social-Media-Kanäle etliche Innovationen aus der Automobilwelt. So erhielt ich einen ersten offiziellen Blick in das komplett digitale Cockpit der neuen E-Klasse von Mercedes-Benz. BMW zeigte anhand von Clouddiensten, wie das Auto sich künftig in einen schlauen Begleiter verwandelt. Und ich erhielt eine Vorstellung davon, wie das erste echte E-Auto von VW aussehen wird. Die Bilder des sogenannten Budd-e von VW schafften es bis in die Hauptnachrichten und auf die Titelseiten der Zeitungen.

Autoberichte in dieser Dichte gab es früher nur während der IAA oder Detroit Motor Show. Heute kommen diese Meldungen aus Las Vegas. Von der Consumer Electronics Show (CES). Es war schon immer spannend, was auf der CES passiert. Aber sonst waren es die Hersteller klassischer Unterhaltungselektronik, die mich mit ihren neuesten Gadgets überraschten.

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

Franziska von Lewinski

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

Für mich ist diese Verschiebung natürlich Wasser auf die Mühlen. Zeigt sie doch, dass die Digitalisierung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Nämlich bei einem unserer Herzstücke schlechthin: dem Auto. Statt neuer Motoren geht es um Vernetzung und Virtualität. Und die zeigen die Hersteller heute lieber dort, wo der digitale Wind weht.

Ein weiterer Trend auf der CES: Künftig könnten Händler mit Virtual-Reality-Technik ausgestattet werden. Per VR-Brille lassen sich dann alle denkbaren Ausstattungsvarianten ganz lebendig erfahren. Die doch sehr mühsame und theoretische Fahrzeugkonfiguration anhand von Katalogen oder Stoffmustern ist dann endlich vorbei. Das Auto wird in Zukunft also mehr als nur ein Fahrzeug sein. Es wird zum Knotenpunkt zwischen analoger, digitaler und virtueller Welt. Mir scheint, als hätte die CES mal wieder allen gezeigt, wo es langgeht. Auf der Straße, im virtuellen Raum und in der digitalen Zukunft.

Die Autorin: Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt. Sie ist eine von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

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