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23.01.2013

21:48 Uhr

Der Werber-Rat

Uli Hoeneß ist der Warren Buffett des Fußballs

VonFrank Dopheide

Er ist ein Meister seines Fachs. Dank kluger Zukäufe und Qualitätssteigerung hat Uli Hoeneß den FC Bayern München zu einem Spitzenverein gemacht – auch finanziell. Eine Analyse seiner Strategien.

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München. dpa

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München.

Uli Hoeneß ist der Warren Buffett der Fußballbranche. Er hat eines der erfolgreichsten Sportunternehmen der Welt geschmiedet. Die FC Bayern München AG bewegt 373 Millionen Euro, erspielt einen Gewinn von elf Millionen Euro und belegt im Forbes Ranking der wertvollsten Vereine der Welt Platz vier.

Das Fundament seines Portfolios sind bayrische Qualitätswerte. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Thomas Müller reden wie sie heißen - das garantiert höchste Identifikationseffekte auf der heimischen Tribüne. Große Namen wie Gerd Müller werden als Pennystock zur Absicherung des Depots genutzt.

Hoeneß investiert vornehmlich in Marktführer. Wer nicht zur Spitze zählt, kommt weder auf den Rasen noch aufs Trikot. Entsprechend übersichtlich ist sein Kaufinteresse an Start-Ups. Dank voller Kassen, plant Bayern die feindliche Übernahme, wenn der Leistungsbeweis erbracht ist. Das erhöht den Einstiegskurs, minimiert jedoch die Verluste von Geld und Ansehen.

Frank Dopheide ist Inhaber der Agentur Deutsche Markenarbeit.

Frank Dopheide ist Inhaber der Agentur Deutsche Markenarbeit.

Es rentiert sich: der Track Rekord von über 50 Titelgewinnen spricht eine meisterliche Sprache. Diese Form der Anlage reduziert die Volatilität und macht den FC Bayern zur risikoarmen Entscheidung für Fans, Sponsoren und Spielerberater. Das sieht auch Premiumpartner Audi so und sicherte sich für 90 Millionen Euro neun Prozent der Bayern AG.

Mit Blick auf neue Märkte hat sich Hoeneß für die Internationalisierung entschieden und setzt auf europäische Spitzenwerte: Ribéry, Robben und Freunde verleihen dem bayrischen Portfolio internationalen Glanz.

Vergangene Woche schlug Präsident Hoeneß erneut zu. Er kaufte Pep Guardiola, den erfolgreichsten Trainer des Planeten. Mit der ersten Sekunde begann sich das frisch erworbene Humankapital Guardiola zu verzinsen. Die Neuigkeit rannte wie ein Lauffeuer um den Globus. Schon die Meldung brachte einen Nachrichtenwert in Millionenhöhe in den begehrten ausländischen Märkten.

Der FC Bayern wird internationaler, jünger, moderner. Der Kaufpreis ist hoch, aber deutlich niedriger als die Übernahmeofferten aus England, Italien, Frankreich und Spanien. Bayern München hat etwas, das anderen fehlt. Eine Strategie und Uli Hoeneß. Die Experten würden raten: kaufen.

Der Autor:

Frank Dopheide ist Inhaber der Agentur Deutsche Markenarbeit. Er ist einer von fünf Kolumnisten, die im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

23.01.2013, 22:27 Uhr

Also meiner Meinung nach passen hier einige Begriffe nicht in den Kontext:
-Warum wird Gerd Müller als Pennystock bezeichnet?
-Sind mit Start-Ups junge Talente im Fussball oder doch eher kleinere Sponsoren gmeint?
-neue Märkte? Der FC Bayern hat schon seit Jahren ausländische Fussballspieler im Kader und konzentriert sich zunehmend auf den heimischen Markt.
-Humankapital -> Zinsen (eher Rendite) =Nachrichtenwert (Ursache-Wirkung nicht wirklich eindeutig)?
-Der letzte Satz verwirrt zudem. Beziehen sich die Übernahmeofferten auf Guardiola, den FC Bayern oder Vereinen aus den jeweiligen Ländern? (Also Übernahmeofferten in England etc.)

Insgesamt wird der Eindruck erweckt, dass der Autor hier mit Begriffen und Anglizismen aus dem Finance und der BWL um sich wirft, die er nicht versteht. Und/Oder sich nicht mit dem FC Bayern und Fußball im Allgemeinen auseinandergesetzt hat.

Werner

23.01.2013, 22:53 Uhr

Also Borussia Dortmund ist an der Börse notiert, bewegt 230 Mio. Euro und macht einen Gewinn von 30 Mio. Euro - also deutlich höher als der des FC Bayern!

kaufen würde ich also bei der BVB Aktie sagen,

Auch hat der BVB die viel jüngere und zukunftsträchtigere Mannschaft!

Rumpelstilzchen

23.01.2013, 23:55 Uhr

zum 1. Punkt: Der Autor ist Werbetexter.
zum 2. Punkt: Der Autor ist Werbetexter.
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http://www.deutschemarkenarbeit.de/wp-content/uploads/DMA_OnePager_FD.pdf

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