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26.06.2016

13:37 Uhr

Detox-Urlaub

Mehr als nur ein Trend?

Stars wie das Supermodel Miranda Kerr schwören darauf: Detox-Fastenkuren. Nicht nur Verlage und der Lebensmittelhandel punkten mit Ratgebern und speziellen Produkten. Auch die Reisebranche mischt mit.

Die Menschen werden immer gesundheitsbewusster und achten verstärkt auf ihre Ernährung - darauf will man auch nicht im Urlaub verzichten. Getty Images

Die Menschen werden immer gesundheitsbewusster und achten verstärkt auf ihre Ernährung - darauf will man auch nicht im Urlaub verzichten.

FrankfurtEs klingt nicht unbedingt nach klassischen Urlaubsfreuden: kein Kaffee, kein Alkohol, kein Zucker - stattdessen Körperwickel und Getränke zur Entgiftung des Körpers. „Was früher „Fastenkur“ hieß, wird heute „Detox“ genannt“, sagt Claudia Wagner, Geschäftsführerin des Spezialveranstalters für Gesundheits- und Wellnessreisen FIT Reisen. Dass daraus ein generelles Urlaubsmodell wird, ist allerdings unwahrscheinlich.

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Weg von der Arbeit, weg vom Chef, alles hinter sich und das Smartphone auslassen: Das wünsche ich mir für meinen Urlaub. Aber Ferien vom Job und eine digitale Auszeit müssen gut vorbereitet werden – ein Selbstversuch.

„Kleinere Segmente, die immer spezialisierter werden, sind in der Branche seit geraumer Zeit eine Tendenz“, erklärt der Tourismusexperte Martin Lohmann. Nach seinen Angaben ist der Marktanteil für Gesundheitsurlaub einschließlich Fitness und Kuren in den letzten Jahren leicht gesunken. Fünf Prozent der Bundesbürger gaben bei der jüngsten Befragung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) für die „Reiseanalyse 2016“ an, sie hätten einen Gesundheitsurlaub gemacht.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

1 von 10

1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

3 von 10

3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

6 von 10

6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Wachstum gibt es Lohmann zufolge dagegen beim Thema Wellness. „Für viele ist der Spaß- und Freude-Charakter des Urlaubs wichtig“, argumentiert der Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT). Dennoch könne Gesundheitsurlaub für spezialisierte Anbieter interessant sein.

Der Veranstalter FIT Reisen, der nach eigenen Angaben seit 40 Jahren die verschiedensten Fastenkuren anbietet, berichtet von einer steigenden Nachfrage nach Detox-Angeboten - auch wenn die „Reinigung von innen“ grundsätzlich nichts Neues ist. Denn auch klassisches Fasten, Heilfasten oder Kneipp-Kuren zielen auf Entschlackung.

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