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28.11.2012

17:35 Uhr

Deutsche Bahn

Grube soll bis Ende 2017 Chef bleiben

Rüdiger Grube soll bis Ende 2017 Chef bei der Deutschen Bahn bleiben. Laut einem Medienbericht plant der Aufsichtsrat, seinen Vertrag vorzeitig zu verlängern.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube. dapd

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube.

BerlinRüdiger Grube soll bis 2017 Bahnchef bleiben und damit das Staatsunternehmen auch in der nächsten Wahlperiode führen. Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im Dezember werde Grube einen neuen Vertrag erhalten, bestätigten mehrere Mitglieder des Gremiums am Mittwoch Reuters.

Sein Kontrakt wäre eigentlich noch bis Ende 2014 gelaufen, verlängert wird gewöhnlich erst ein Jahr vorher. Dies wäre jedoch erst nach der Bundestagswahl mit womöglich anderer politischer Ausrichtung und neuen Aufsichtsräten gewesen. Verkehrsminister Peter Ramsauer und Grube sind sich jedoch in Kernfragen der Bahnpolitik einig und auch in Kreisen der Arbeitnehmervertreter wurde Unterstützung signalisiert.

Für Grube wäre ein neuer Vertrag auch ein wichtiges Signal in der Debatte um den Konzernaufbau: Die EU-Kommission dringt auf eine stärkere Trennung des Schienennetzes vom übrigen Konzern und will ihre konkreten Vorschläge noch im Dezember vorlegen.

Damit will die Kommission eine Diskriminierung von Konkurrenten auf den Gleisen etwa über die von der Bahn festgelegten Trassengebühren erschweren. Grube lehnt dies strikt ab und wird dabei sowohl von Ramsauer (CSU) als auch der Gewerkschaft EVG unterstützt. Der Koalitionspartner FDP teilt dagegen eher die Haltung der Kommission.

Das Verkehrsministerium wollte den Vorstoß für Grube nicht bestätigen und verwies auf den Aufsichtsrat. Dort ist das Verkehrsministerium für den Eigentümer Bund federführend, zudem sind Staatssekretäre aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium vertreten. Ein Sprecher des Verkehrsressorts betonte jedoch die gute Zusammenarbeit zwischen Grube und Ramsauer, die „beide an einem Strang“ zögen.

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