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15.01.2009

22:12 Uhr

Deutsche-Bank-Chef erleidet Schwächeanfall

Ackermann: Zu viel Sauerkraut und Würstchen

VonPeter Köhler

Nach dem niederschmetternden Milliardenverlust 2008 hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Mittwoch auch noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Der Deutsche-Bank-Chef erlitt einen Schwächeanfall. Schuld sollen aber nicht die Milliardenverluste, sondern Sauerkraut und Würstchen sein.

Zu viel Sauerkraut und Würstchen? Josef Ackermann erlitt einen Schwächeanfall. Foto: Reuters Reuters

Zu viel Sauerkraut und Würstchen? Josef Ackermann erlitt einen Schwächeanfall. Foto: Reuters

FRANKFURT. Zumindest in Hessen – und da stehen ja die Zwillingstürme der Deutschen Bank – ist es guter Brauch, am Neujahrstag möglichst viel Sauerkraut mit Rippchen oder Würstchen zu essen, damit der Geldzufluss in den Privathaushalt nicht versiegt. Vielleicht hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in diesem Jahr noch keine Zeit gehabt, an diese Tradition anzuknüpfen und wollte dies am Mittwochabend nachholen. Was allerdings böse Folgen hatte, denn der 60-jährige Schweizer erlitt auf dem Neujahrsempfang in Berlin einen Schwächeanfall und musste sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Ihm sei es auf der Party „kurz unwohl geworden“, sagte ein Banksprecher auf Anfrage.

Ackermann selbst offenbarte sich der „Bild“-Zeitung, die das sozusagen über eine „Volks-ad-hoc“ per online unter Publikum und Investoren brachte. „Ich hatte den ganzen Tag dicht gedrängt Termine, leider nichts gegessen und fast nichts getrunken. Auf dem Neujahrsempfang habe ich zum Schluss noch ganz schnell zwei Würstchen mit Sauerkraut gegessen, dann wurde mir schlecht“, schilderte Ackermann den Vorfall. Die schnelle Reaktion der Pressestelle und die Entwarnung per Massenblatt trugen dazu bei, dass die Aktie kurzfristig Halt fand.

Ackermann hatte zuvor selbst schwere Kost unter den Investoren verteilt und einen Verlust in Milliardenhöhe für 2008 bekannt gegeben. In einer Telefonkonferenz hatte er sich selbstbewusst für 2009 gezeigt, gleichzeitig reagierte er aber ein wenig dünnhäutig, als das Wort „Staatsbeteiligung“ fiel. Es steht bei ihm auf dem Index, steigt doch die Post mit dem Staat im Rücken nur in bescheidenem Rahmen beim Branchenprimus ein, damit dieser die Postbank schlucken kann. Ackermann musste übrigens nur kurz in einer Klinik behandelt werden und ist dann ins Hotel zurückgekehrt. „Ich betrachte das als Warnschuss und werde künftig besser auf mich aufpassen“, zitierte ihn das Boulevard-Blatt.

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