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09.11.2016

12:03 Uhr

Deutsche Börse und LSE

Euronext hinkt Konkurrenz deutlich hinterher

Während es bei LSE und Deutscher Börse im dritten Quartal gut lief, geht bei Euronext der Gewinn deutlich zurück – um gut 20 Prozent. Als Grund für den Einbruch nennt der Börsenbetreiber vor allem den Brexit.

Im Gegensatz zur Konkurrenz muss der Börsenbetreiber Euronext im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Reuters

Umgekehrte Entwicklung

Im Gegensatz zur Konkurrenz muss der Börsenbetreiber Euronext im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen.

Bangalore/BerlinDer europäische Börsenbetreiber Euronext hat sich im dritten Quartal deutlich schlechter geschlagen als die Rivalen LSE und Deutsche Börse. Der Umsatz fiel um gut 15 Prozent auf 112,8 Millionen Euro, wie Euronext am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn brach um knapp 22 Prozent auf 57,5 Millionen Euro ein.

Das Unternehmen, das unter anderem Marktplätze in Paris, Amsterdam und Brüssel betreibt, verwies auf die Unsicherheit rund um das Anti-EU-Referendum in Großbritannien Ende Juni. Die Einnahmen mit Börsengängen seien deswegen um fast ein Drittel zurückgegangen.

Europäische Börse Euronext: Konkurrent kritisiert Fusion von Deutscher Börse und LSE

Europäische Börse Euronext

Konkurrent kritisiert Fusion von Deutscher Börse und LSE

Euronext betreibt die Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon – auch mit Frankfurt gab es Verhandlungen. Nun kritisiert der Konzern die geplante Fusion von der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange.

Das Ergebnis steht im Kontrast zu den jüngsten Zahlen der Konkurrenz. Bei der Londoner Börse LSE kletterten die Einnahmen im Sommer angesichts von Rekordständen am britischen Aktienmarkt um 19 Prozent auf umgerechnet 464 Millionen Euro.

Die Deutsche Börse steigerte ihre Erlöse im dritten Quartal um ein Prozent auf 559 Millionen Euro, wie sie bereits Ende Oktober mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich dank Einsparungen um acht Prozent auf 286 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt seine Ziele. Die Nettoerlöse sollen demnach um fünf bis zehn Prozent steigen, der bereinigte Betriebsgewinn um zehn bis 15 Prozent. Euronext erwartet dagegen einen Umsatzrückgang im Gesamtjahr.

LSE und Deutsche Börse wollen in einem gut 25 Milliarden Euro schweren Deal fusionieren und den mit Abstand größten Branchenanbieter in Europa schmieden. Die EU-Kommission hat aber schon kartellrechtliche Bedenken angemeldet.

Von

rtr

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