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07.07.2016

16:53 Uhr

Deutsche Telekom

Srini Gopalan wird neuer Europa-Vorstand

Er kommt aus Indien und soll das Europa-Geschäft der Telekom übernehmen: Der bisherige Privatkunden-Leiter der indischen Tochter Bharti Airtel, Srini Gopalan, wird in den Konzernvorstand beordert.

Gopalan soll die Nachfolge von Claudia Nemat antreten, die dafür das neue Vorstandsressort Technologie und Innovation übernimmt. dpa

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Gopalan soll die Nachfolge von Claudia Nemat antreten, die dafür das neue Vorstandsressort Technologie und Innovation übernimmt.

FrankfurtDie Deutsche Telekom hat ihren neuen Europa-Vorstand bei einem indischen Telekommunikationskonzern gefunden. Srini Gopalan, derzeit für das Privatkundengeschäft bei Bharti Airtel Limited zuständig, übernimmt das Ressort Anfang 2017, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Damit tritt er für das strategisch wichtige Europageschäft die Nachfolge von Claudia Nemat an, die künftig die Themen Technik und Innovation im Vorstand betreut. Gopalan war bereits für die Bonner bei der ehemaligen Telekomtochter in Großbritannien im Marketing und Vertrieb tätig, bevor dieses in das jüngst verkaufte Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere überführt wurde.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Als neuer Europachef hat Gopalan einige knifflige Aufgaben vor sich: Zum einen will die Deutsche Telekom die Umstellung ihres kompletten Europa-Netzes auf die internetbasierte IP-Technik bis 2018 vollendet haben. Zum anderen haben einzelne Landesgesellschaften weiter Probleme, am Markt erfolgreich zu bestehen.

Dazu gehört etwa die niederländische Mobilfunktochter, aber auch das Geschäft in Polen. Europa ist - inklusive dem Heimatmarkt Deutschland - für Telekom-Chef Tim Höttges das strategische Herzstück des Konzerns, auch wenn derzeit hauptsächlich die US-Mobilfunktochter T-Mobile US für Wachstum bei Umsatz und Gewinnen sorgt.

Von

dpa

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