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30.12.2011

08:02 Uhr

Deutschlands Aufseher

Die mächtigsten Räte der Republik

VonDieter Fockenbrock

Das Mandat als Aufseher bei einem der führenden 160 Konzerne verschafft Einfluss und Reputation. Die Macht konzentriert sich in Deutschland auf 30 Frauen und Männer. Sie bilden das Netzwerk der wichtigsten Entscheider.

Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp, gehört zu Deutschlands mächtigsten Kontrolleuren. dpa

Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp, gehört zu Deutschlands mächtigsten Kontrolleuren.

DüsseldorfDeutschlands mächtigster Aufsichtsrat ist Gerhard Cromme. Seine Reputation in der Öffentlichkeit, sein Netzwerk mit anderen einflussreichen Aufsehern und sein Status unter Kollegen verschaffen ihm den höchsten Machtfaktor unter allen Aufsichtsräten der führenden Konzerne. Mit knapp 266 von maximal 300 Bewertungspunkten liegt Cromme in der Handelsblatt-Rangliste der einflussreichsten Aufsichtsräte in Führung vor Clemens Börsig, dem noch amtierenden Chefaufseher der Deutschen Bank. Auf Platz drei folgt Manfred Schneider.

Das Finanzierungsdesaster des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp in den USA bleibt nicht ohne Folgen. Ekkehard Schulz, auf Rang fünf der Rangliste, wird durch seinem kurz bevorstehenden Abschied bei Thyssen-Krupp auf Rang 15 abstürzen. Netzwerk, Reputation und Status (siehe Erklärungen auf dieser Seite) sind die Bewertungs-Kriterien im Handelsblatt-Ranking der einflussreichsten Aufsichtsräte. Sie messen öffentliche Wirkung, Anzahl und Qualität der Beziehungen zu anderen Unternehmenskontrolleuren und die Macht jedes Kandidaten innerhalb der einzelnen Aufsichtsgremien.

Denn Einfluss speist sich aus verschiedenen Quellen. Cromme brilliert durch den höchsten Status unter Kollegen, Börsig ist der beste Netzwerker und Schneider Aufseher mit der höchsten Reputation. Wenn Börsig im Mai das Ruder wie geplant an Paul Achleitner abgibt, fällt er allerdings um acht Stufen auf Platz zehn ab. Achtleitner dagegen rückt von Rang neun auf vier.

Autorität, Ansehen und Kontakte sind messbare Dimensionen der Macht. Schwer greifbar ist die Qualifikation der Kontrolleure. Spätestens seit der Finanzkrise ist klar: Viele hochbezahlte Aufsichtsräte verstehen nicht, was ihnen die Vorstände an Bilanzen und Konzepten präsentieren. „Ein Aufsichtsrat sollte deshalb ein Gefühl dafür entwickeln können, ob Zahlen und Strategien stimmig sind“, sagt Henning Kagermann, heute Aufseher mit vier Topmandaten bei BMW, Deutsche Bank, Münchener Rück und Post. Unternehmerisches Gefühl ist für den ehemaligen Vorstandssprecher der SAP ein absolutes Muss. Denn „die größten Fehler werden in der strategischen Ecke gemacht“.

In den vorderen Reihen der Handelsblatt-Rangliste finden sich auch einige Überraschungskandidaten. Bernhard Walter etwa, nur zwei Jahre von 1998 bis 2000 Vorstandssprecher der inzwischen untergegangenen Dresdner Bank, leitet seinen Einfluss vor allem aus drei Topmandaten (Daimler, Henkel, Telekom) und seiner extrem langjährigen Aufsichtstätigkeit ab.

Kommentare (2)

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gottchens

30.12.2011, 09:05 Uhr

verlängern die unternehmen der überirdischen gerade ihre abos,daß es notwendig is son sermon ins blatt zu heben.

kuckt euch die läden an,sagt was zur ausrichtung,zur zukunftsfähigkeit zum geschäftsmodell,zu chancen und risiken und hört auf am bild des übermenschen und obermachers zu modellieren in ARs sitzen angepaßte,die ihren frauen rechte männer ins bett legen wollen...

geht ins archiv und kuckt,was ihr über pierer,den post freddy und,und,und geschrieben habt und lernt draus

in unserer gesellschaft gibts keine belastbaren personenbezogenen orgamodelle und schon gar nicht auf die vermutete vierfaltigkeit
macht
reputation
netzwerk
status

et is allet viel zu geschwinde siehe effdeweh und ihre hampler

die multiARs wollen oft nicht verstehen ,um sich nicht zu beunruhigen und um die verantwortung zu flüchten.mutige kommen schon gar nicht in ARs

siehe z.B.thyssenKrupp:usa ,bras.. und teflon Cromme
dito vw:puffgeschichten,spezi hartz 1 und Piech etc.

bitte einen gang tiefer schalten

Account gelöscht!

30.12.2011, 11:53 Uhr

Dem guten Brecht zu folge:
Und der Haifisch, der hat Zähne... das ist allgemein bekannt!
...die im Dunklen - in Russland werden sie Unterwassersteine genannt - sieht man nicht... das ist meistens unbekannt.
Das Handelsblatt würde sich allerhöchste journalistische Lorbeeren verdienen, sollte es sich einmal dieses Themas ernsthaft annehmen - damit aber zugleich ihre Existenz auf Spiel setzen

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