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17.03.2016

12:09 Uhr

„Deutschlands beste Arbeitergeber“ 2016

Anleitung zum Glücklichsein

VonMartin Tofern

Vertrauen, Stolz, Teamgeist sind Schlüsselwerte für „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ – einen Wettbewerb, den das Handelsblatt präsentiert. Die Liste der Sieger kann sich sehen lassen.

Das sind alle 100 Gewinner, die wir gestern in Berlin als Deutschlands beste Arbeitgeber gemeinsam mit dem Great Place to Work Institut geehrt haben. (Foto: Gero Breloer)

Alle bitte zusammenrücken!

Das sind alle 100 Gewinner, die wir gestern in Berlin als Deutschlands beste Arbeitgeber gemeinsam mit dem Great Place to Work Institut geehrt haben.

(Foto: Gero Breloer)

BerlinBei allen Unterschieden haben die Gewinner des Wettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2016“ doch eines gemeinsam: Das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter hat hohen Stellenwert. Dabei geht es nicht nur um eine freundliche Arbeitsumgebung, sondern um alle Aspekte des Arbeitslebens, inklusive Freizeitgestaltung.

Frank Hauser, Geschäftsführer des Instituts Great Place to Work, bringt es auf den Punkt: „Die Siegerunternehmen zeichnet eine Beziehung zu den Beschäftigten aus, die in besonders starkem Maße durch Vertrauen, Stolz und Teamgeist geprägt ist.“ Typisch für sie: Rund 90 Prozent ihrer Beschäftigten erleben laut Hauser das Unternehmen ausdrücklich als sehr guten Arbeitgeber. Die Unternehmen hätten diese Qualitäten in einem offenen Dialog und einem Prozess der kontinuierlichen, gemeinsamen Entwicklung geschaffen. Das helfe, die Herausforderungen des Wettbewerbs besser zu bewältigen als ihre Konkurrenten. Die Basis für das Ranking ist eine Benchmark-Studie von Great Place to Work.

Häufige Fehler von Vorgesetzten

Zeitmangel

Das Gespräch findet unter Zeitdruck und Hektik statt.

Quelle: „Mitarbeitergespräche“ von W. Mentzel, S. Grotzfeld und C. Haub

Überheblichkeit

Der Vorgesetzte tritt auf unnötige Weise überheblich auf.

Unklare Anweisungen

Arbeitsaufträge werden nicht klar definiert und mitgeteilt.

Fehlende Mitsprache

Bei Änderungen kann der Mitarbeiter nicht ausreichend mitreden.

Falsche Form der Kritik

Auf einer unsachlichen Ebene werden nur negative Aspekte beleuchtet.

„Für uns ist ein wichtiger Aspekt, dass wir auf unsere Arbeit stolz sind“, sagt Kirsten Bildhauer, Personalchefin beim Netzwerkspezialisten Cisco in München, Sieger in der Kategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter. Vor einem Jahr hat das Unternehmen mit der Belegschaft einen sogenannten „People Deal“ geschlossen. Das Motto: „Was kann jeder Einzelne von uns tun, damit es für uns alle ein toller Tag wird?“

Natürlich hat das Unternehmen die Beschäftigten auch danach gefragt, was angenehme Rahmenbedingungen für sie wären. Ein wesentlicher Aspekt war das soziale Engagement. „Unseren Mitarbeitern geht es gut und deshalb möchten sie der Gesellschaft etwas zurückgeben“, sagt Personalchefin Bildhauer. Cisco unterstützt die Ehrenamtlichen durch bezahlte Fehlzeiten. „Wir pflegen eine offene und hilfsbereite Kultur, die jedwede Unterstützung anbietet“, sagt Bildhauer. Auch spielt bei Cisco die Gestaltung der Büros eine Rolle. So gibt es gemütliche Räume, in denen sich Mitarbeiter abteilungsübergreifend austauschen können. Bildhauer sucht stets nach Möglichkeiten für weitere Verbesserungen. „Wertesysteme verändern sich, stehen bleiben geht einfach nicht“, sagt sie.

Gesellschaftliches Engagement steht auch bei Daimler Financial Services weit oben auf der Agenda. „Es führt noch einmal zu einer anderen Motivation, wenn Sie mit dem Chef Schulter an Schulter einen Spielplatz in der Nachbarschaft renovieren“, erklärt Sprecher Andreas Spannbauer. „Dann haben Sie ein ganz anderes Gefühl der Zusammengehörigkeit.“ Der Finanzdienstleister des Daimler-Konzerns liegt in der Kategorie 2.001 bis 5.000 Mitarbeiter vorn.

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