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27.03.2012

21:30 Uhr

DGB-Umfrage

Jeder Zweite fühlt sich im Beruf gestresst

Stress im Beruf - für 50 Prozent aller Arbeitnehmer ist das Alltag. Eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbunds ergab außerdem, dass fast die Hälfte aller Befragten auch krank zur Arbeit gehen.

50 Prozent der Arbeitnehmer empfinden Stress am Arbeitsplatz. dpa

50 Prozent der Arbeitnehmer empfinden Stress am Arbeitsplatz.

BerlinIn Deutschland fühlt sich einer DGB-Umfrage zufolge jeder zweite Arbeitnehmer gestresst. Zudem gehe fast die Hälfte der Befragten auch dann arbeiten, wenn sie krank seien, hieß es in der am Dienstag vorgestellten Studie für den Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Umfrage zufolge müssen 63 Prozent der 6.083 Befragten mehr Arbeit in der gleichen Zeit als früher leisten. Etwa ein Drittel denke auch zu Hause an Schwierigkeiten im Beruf.

Der DGB wertete diese Zahlen als Beleg für eine zunehmende psychische Belastung am Arbeitsplatz und forderte eine bessere Gesundheitsfürsorge, um seelischen Erkrankungen entgegenzuwirken. „Gut gestaltete Arbeitsbedingungen sind die beste Burn-out-Prävention und zugespitzt gesagt, auch die einzig wirksame“, sagte Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall.

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Von

rtr

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

27.03.2012, 21:43 Uhr

Warum sind hier bei DIESEM Thema so wenig comments? Schon gestresst?

Tabu

27.03.2012, 21:51 Uhr

Die Gewerkschaften sind Parteibonzen und denen fällt erst heute auf, dass die arbeitende Bevölkerung versklavt werden und gehetzt werden.
Junge, Junge, die Gewerkschaften sind aber echt auf dem neusten Stand.

Account gelöscht!

28.03.2012, 00:55 Uhr

@Tabu

Nun ja, "Tabu" ist in diesem Zusammenhang schon gut gewählt, auch wenn ich den letzten Satz absolut blödsinnig fand - die Gewerkschaften sind ja nicht die, die die "Spielregeln" festlegen - das ist der Arbeitgeber und vor allem der Anspruch an sich selbst.

Ein Deutscher jammert eben nicht, Der kneift die Backen zusammen, gibt sich einen "Ruck" (Reden zum Thema gibt's ja genug ...) - Augen zu und durch.

Jüngst erschien ein Buch von Ingrid MüllerMünch mit dem Titel "Die geprügelte Generation". Darin berichten die Angehörigen meiner Generation davon, wie Menschen bis Anfang der 70er "erzogen" wurden - und bis heute darüber schweigen, weil das für sie "normal" war.

Anfang der 70er hat die 68er-Generation damit _Schluss_ gemacht und Rot/Grün hat auch juristisch dafür gesorgt, dass das jetzt ein Ende hat.

Was also bitteschön erwarten Sie von Menschen, die von ihren Eltern dahin geprügelt wurden, zu "funktionieren"? Daß sie sich über ihre "Befindlichkeit" artikuliert? Einen Psychologen aufsucht, weil sie sich in ihrem Beruf "nicht wohl", vielleicht sogar "gestresst" fühlen.

Ach was, wir leben in einem Land, in dem psychologisch deformierte Menschen die Spielregeln bestimmen, das hat nichts mit Gewerkschaften und deren Unfähigkeiten zu tun - das sitzen nur die genau so deformierten, die das Kuschen verinnerlicht haben und ein bißerl Widerstand spielen.

Dieses Land lebt von solchen Tabus. In den 90ern hat das BVG beschlossen, daß Kiffer und Menschen die Alkohol trinken _gleich_ zu behandeln seien. Und? Haben Sie gesehen, daß irgendwo dieses "Tabu" aufgehoben wird, das so aussieht, daß Marihuana weniger schädlich ist als Alkohol. Das zu ändern haben nicht mal die Grünen geschafft, da müssen jetzt die Piraten ran ...

Ich schweife ab - ab das ist es: Tabu, Tabu, Tabu. Ein Land, das von psychisch deformierten Menschen um ihre Tabus herum gestrickt ist.

Zeit, daß das sich ändert. Deshalb haben wir unsere Kinder _nicht_ geschlagen.

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