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05.04.2017

13:24 Uhr

Die Chef-Beraterin

Nicht kleckern, sondern klotzen

Es ist das Kleidungsstück, an dem sich nichts verbessern lässt. Es braucht nichts. Kein Revival, keinen Refresher. Es braucht kein Aufmotzen, noch nicht einmal einen besonderen Ausschnitt: das weiße T-Shirt.

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Das wichtigste Kleidungsstück im Schrank eines Mannes ist ein weißes T-Shirt. Das ist sozusagen die Essenz. Alles andere ist Kür – gemessen am Stellenwert des T-Shirts. Das weiße T-Shirt ist mein Lieblingskleidungsstück. Darüber möchte ich mit Ihnen sprechen. Das ist kein Thema fürs Business. Hier geht es nicht um den internen oder externen Dresscode, hier fragen wir nicht nach dem perfekten Style für Galadinner, Kundengespräch oder Staatsbesuch. Nein. Hier geht es erst einmal um die Basics. Das weiße T-Shirt ist sozusagen allen anderen Fragen nach dem Erscheinungsbild vorgelagert. Hier entscheidet sich, in welcher Liga Sie wirklich spielen.

Es gibt eigentlich nichts cooleres für Männer (und für manche Frauen auch), als ein weißes T-Shirt. Manch ein Designer hat sich schon die Zähne ausgebissen am Shirt – bisschen stylisher machen, hier eine bunte Naht, dort ein etwas anderer Bund. Papperlapapp! Das geht gar nicht! Das ist noch nie gelungen und es ist auch nicht nötig.

Denn: Es handelt sich einfach mal um ein Kleidungsstück, an dem es einfach nichts, aber auch gar nichts zu verbessern gibt. Es braucht nichts. Es braucht kein Revival, keinen Refresher, es braucht kein Aufmotzen, es braucht noch nicht mal einen besonderen Ausschnitt oder besondere Nähte. 

Was das richtige Tragen eines weißen T-Shirts erfordert: Persönlichkeit. Weil es so schlicht ist. Da lenkt eben einfach nichts vom Träger ab. Das ist Fakt. Und natürlich gibt es für jeden das perfekte weiße Shirt. Ich kenne zum Beispiel jemanden, der steif und fest behauptet, die besten weißen T-Shirts gäbe es in Schweden. Wie er darauf kommt…keine Ahnung. Er wird’s wissen.

Kommentare (2)

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Herr stephan heinrich

05.04.2017, 14:12 Uhr

Was die Autorin dazu veranlasst hat, ein ursprünglich aus der Welt der Unterwäsche stammendes Kleidungsstück in dieser Weise und mit unnötig vielen, vermeintlich "coolen" Anglizismen verziert quasi zur "Lifestyle-Ikone" hochzustilisieren ist dem Artikel leider nicht zu entnehmen. Daß sie nach Auskunft des Handelsblattes aber auch "Manager berät" (ja worin oder wobei denn ?) ist zumindeste interessant. Sollten diese "Manager" sich allerdings vor lauter modischer Desorientierung von der gleichen Dame in Modefragen beraten lassen, stellt sich mir die Frage, ob diese Menschen nicht besser Rat von einem guten Verkäufer beim Herrenausstatter einholen sollten. PS: Ich bitte mein tendenzielles Abgleiten ins Emotionale zu vezeihen - ich sehe angesichts mancher Dinge, die ich wie diesen Beitrag persönlich für "Banane" halte, "rot"...

Herr Tom Schmidt

05.04.2017, 14:18 Uhr

Äh... ich würde um die Kostenbremse zu drücken, den Herrenausstatter feuern... vernünftige weisse T-Shirts gibts von Zeit zu Zeit bei Tchibo... dann gleich einen vollen Satz hamstern (ist sogar auch noch Bio-Baumwolle, also auch nicht schlechter wie bei Herrenausstatter).

Herr Heinrich, seien Sie etwas mehr nachsichtig, es gibt auch noch Humor!

P.S.: was Frau Wachtel jetzt aber bei einem solchen Artikel wirklich vergessen hat ist das Thema V-Ausschnitt. Nichts ist doofer wenn über dem Hemdkragen (mit Krawatte) ein weisser Rand vom T-Shirt rausschaut... Das hätte sie noch ansprechen müssen!!! :-)

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