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07.12.2016

07:14 Uhr

Die Chef-Beraterin

Stilistische Verwirrungen im Winter

Fahrrad, Bahn, U-Bahn: Meistens ist man so schneller unterwegs als mit dem Taxi. Aber gerade das vermittelt Sicherheit – und vor allem bietet es den Damen Schutz. Vor stilistischen Verwirrungen im Winter.

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Wer bei milden Temperaturen noch strammen Schrittes die anderthalb Kilometer vom Bahnhof zum Tagungshotel läuft, wird bei knackigen Minusgraden doch versucht sein, ins Taxi zu steigen.

Es wird der eine oder andere sogar zugunsten des Taxis ganz aufs Bahnfahren verzichten oder das eigene Auto mit den zentimeterdick zugefrorenen Scheiben vor der Tür stehen lassen. Dabei ist das Taxi nicht unbedingt immer das schnellste Fortbewegungsmittel.

Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass bei hoher Verkehrsdichte in einem Radius von bis zu 7,5 Kilometern das Fahrrad - selbst bei moderatem Fahrtempo und Beachtung der meisten Verkehrsregeln das schnellste Fortbewegungsmittel ist. Bahnen, sofern sie unterirdisch fahren, sind völlig Stau-resistent und schon deshalb zur Hauptverkehrszeit innerhalb der Stadt im Vorteil.

Ebenso wie ICEs, die auf den entsprechenden Strecken ungeteilte Vorfahrt genießen. Und wer 15 Minuten Zeit hat, auf ein Taxi zu warten, das dann wiederum 10 Minuten unterwegs ist, hätte sich seinem Ziel aller Wahrscheinlichkeit nach in der gleichen Zeit doch auch zu Fuß entscheidend nähern können. Dabei habe ich die obligatorischen Staus und rote Ampeln bei der Taxifahrt gar nicht berücksichtigt.

All dies bedacht – gibt es dennoch einige Gründe, Taxi zu fahren. Besonders im Winter. Einer dieser Gründe: Es beruhigt die Nerven. Nicht die eigenen unbedingt, aber doch die der anderen. Denn Taxis vermitteln – ob zu Recht oder nicht, sei einmal dahingestellt – ein subjektives Gefühl der Zuverlässigkeit. Sagen wir: Das Meeting startet in drei Minuten. Herr Müller steht mit seiner Präsentation als erstes auf der Agenda. Er ist aber noch nicht da. Er ruft an: „Sorry, bin noch in der Bahn, müsste aber gleich da sein.“ Oh Graus. Das weiß ja keiner, wie lange das jetzt noch dauert und dann muss er ja auch erst mal vom Bahnhof… Und überhaupt: Letztens bei dem Fehler im Stellwerk ging ja gar nichts mehr und dass die Bahn bei Wintereinbruch öfter mal… Sie kennen das.

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