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06.05.2015

13:43 Uhr

Die Chef-Beraterin

Überdenken Sie Ihr Duftverhalten!

Ein Büro sollte nicht wie ein parfümierter Pumakäfig riechen. Leider tut es das aber allzu oft. Was tun gegen das Duftproblem? Welche Düfte gehen und welche nicht, und wann sie mal etwas dicker auftragen können.

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Das sogenannte Duftproblem kennt jeder, der in einem Büro mit mehreren Menschen arbeitet. Also viele. Auf den ersten Blick mag dieses Problem nicht sonderlich dramatisch erscheinen, greift aber auf den zweiten Blick auf jeden Fall massiv in unsere Lebensqualität ein. Nichts ist schlimmer, als wenn man mit einem Kollegen, einer Kollegin zusammensitzt und sie nicht riechen kann – beziehungsweise ihr Parfum. Kopfschmerzen und Übelkeit sind keine ungewöhnlichen Folgen. Ich übertreibe nicht. Ein Duft, der einem stinkt, ist schon grausam.

Falls Sie meine heutige Kolumne nutzen möchten, um einem Kollegen oder einer Kollegin einen dezenten Hinweis zu übermitteln, empfehle ich Ihnen aus taktischen Gründen, den Link an alle Kollegen zu mailen. Denn auf diese Weise wird sich niemand persönlich auf den Schlips getreten fühlen. Und doch werden Sie möglicherweise bewirken, dass die gemeinte Person sein oder ihr ‚Duftverhalten‘ überdenkt.

Im täglichen Arbeitswahnsinn ist es ja wie im richtigen Leben: Es gibt Menschen, die man sieht und denkt: Wow, die oder der sieht interessant aus oder extrem sympathisch oder was auch immer. Und dann machen die den Mund auf und alles ist hin! Manchmal ist es die Stimme, die man nicht erwartet oder der Dialekt haut einen vom Stuhl. Dann gibt es aber auch Menschen, die müssen erst  gar nicht den Mund aufmachen, um uns vom Stuhl zu hauen.  Die muss man auch nicht sehen. Denn: Man kann sie riechen. Auch wenn sie schon seit zehn Minuten über alle Berge sind. Sie benutzen Parfum. Und zwar das falsche. Und das ist weder gut noch angenehm. Gerade im Büro!

In den USA und in Kanada gibt es bereits Städte, Behörden, Schulen und Universitäten, die Angestellte und Besucher darum bitten, in Gebäuden und bei Veranstaltungen auf Parfums und parfümierte Produkte zu verzichten. Auch Ministerien gehen dazu über, Duftstoffverbote zum Wohle der Gesundheit zu verhängen.

In Portland / Oregon wurde beispielsweise vor einigen Jahren an höchster Stelle entschieden, dass Parfüm und Duftstoffe an Arbeitsplätzen, die sich im US-Bundesstaat Oregon befinden, unerwünscht sind. Auf üblicherweise ähnliche parfümierte Produkte wie Parfum, Aftershave, Deo, Haarspray und so weiter sei beim Arbeiten zu verzichten. Der Staat Oregon möchte, dass jeder frei atmen kann und sich am Arbeitsplatz gut und nicht krank fühlt. Die Gesundheit aller habe Vorrang, ließen die Stadtväter Portlands verlauten.

Kommentare (1)

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G. Nampf

06.05.2015, 16:28 Uhr

"Auf üblicherweise ähnliche parfümierte Produkte wie Parfum, Aftershave, Deo, Haarspray und so weiter sei ..."

Na toll. Dann riecht dasBüro nicht wie ein parfümierter Pumakäfig, sondern wie ein ganzes Raubtierhaus. Und die Frauen sehen zusätzlich wie Wischmopps auf Beinen aus.

Nebenbei: Wen interessiert es schon, was sich durchgeknallte Amis ausdenken?

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