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03.06.2015

14:03 Uhr

Die Chef-Beraterin

Unterschätzen Sie ihr Gepäck nicht!

Man sollte meinen, im Business gehöre die Tasche ganz selbstverständlich zum Dresscode und werde deshalb stets mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht. Aber weit gefehlt. Dabei zeigt das Reisegepäck durchaus Wirkung.

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

An alle Reisenden da draußen: Unterschätzen Sie nicht Ihr Reisegepäck! Es geht mir in diesem Fall nicht darum, ob Sie lieber noch ein bisschen Platz im Koffer lassen sollten, damit Ihre Shopping-Beute auf dem Rückflug noch reinpasst. Ich meine auch nicht: Sind Sie für alle Anlässe vom ersten Tag am Strand bis hin zum Gala-Dinner und für jede Witterung von Sonnenschein bis Hagelsturm ausgestattet? Nein: Es ist die Wirkung des Reisegepäcks auf Ihr gesamtes Erscheinungsbild, die Sie bei der Gepäckwahl berücksichtigen sollten.

Man sollte ja meinen, im Business gehöre die Tasche ganz selbstverständlich zum Dresscode und werde deshalb stets mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht. Aber weit gefehlt. Es gab schon Situationen, da ist einer vor Scham in Grund und Boden versunken, weil er mit einem ollen Billig-Koffer losgezogen ist, es nicht mehr geschafft hat, den im Hotel abzustellen und damit zum Kunden musste. Puh! Da steht dann da so ein Köfferchen und macht keinen guten Eindruck.

Ich persönlich finde ja, es braucht nicht erst das abschätzende Auge des Kunden, der mein Auftreten sofort mit meinem Unternehmen verbindet. Auch wenn ich ganz privat unterwegs bin, ist mir eine anständige Tasche ebenso wichtig, wie beispielsweise meine fleckenfreie Bluse und meine geputzten Schuhe.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis dafür, dass man aufs Praktische schaut, wenn man täglich mit Bussen und Bahnen zig Kilometer aus der Vorstadt anreist. Oder dass man nicht nur nach der Optik gehen kann, wenn man eine Trekkingtour durch Nordafrika vorhat.

Kommentare (2)

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Herr Markus Gerle

03.06.2015, 15:49 Uhr

Die Chef-Beraterin ist offensichtlich keine Vielfliegerin oder unendlich reich. Leder-Koffer und Trollys eignen sich halt nicht für Leute, die ständig unterwegs sind und sich nicht alle zwei, drei Jahre einen neuen kaufen wollen oder können. Oder man gehört zu der inzwischen sehr großen Gruppe an unsozialen Menschen, die ihren kompletten Hausstand mit in die Flugkabine nehmen. Da spielen sich inzwischen ja teilweise filmreiche Szenen ab.
Merke: Der anständige Vielreisende gibt sein Gepäck auch zum Wohle der anderen Reisenden auf. Und das sollte dann entweder aus Nylon sein, oder aus Polycarbonat oder noch besser Alu. Letzteres muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Gepäckstücke einer gewissen Firma, die mit R anfängt, sind unverwüstlich, dafür aber sehr teuer. Die einer anderen Firma, die mit S anfängt, sind in der Nylon-Ausführung ansehnlich, praktisch und qualitativ auch hochwertig und deutlich günstiger. Aber sie halten den Dauerflugbetrieb nach meiner Erfahrung im Schnitt nur 5 Jahre durch. Ach ja, das kleine Handgepäck darf dann auch ruhig edel sein. Blöd nur, wenn man aufgrund seines Status zuerst einsteigen darf und später einer der Unsozialen seinen kompletten Hausstand drauf knallt.
Ach ja, zumindest beim Zoll ist das eigentliche Statussymbol der rote Gepäckanhänger von der Lufthansa. Damit wird man dann meistens nicht mehr genervt.

Herr A. Friend

03.06.2015, 17:13 Uhr

Exakt!
Meine Lederreisetasche (Sattelleder) , dafür hat eine alte Mamakuh ihre gesamte dicke Haut lassen müssen, kam nach dem 2.(!) Mal in Fetzen auf dem Gepäckband an. OK, refund durch die Airline. Aber nach jedem 2. Flug zu klagen ist nicht mein DIng.
EInen großen S.... Trolley gekauft,der ist nach 3 Jahre immer noch topfit.

Auch wenn ich damit im Frauenauge nicht den Indiana Jones Status bekomme, so ist es praktischer und auch günstiger. Aber das ist wohl so ein Männer-Ding.


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