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29.06.2016

11:30 Uhr

Die Chef-Beraterin

Zehn Dinge, die ein Mann braucht

Welche Kleidungsstücke sollten im Schrank eines Mannes hängen? Personal-Shopper können bei der Outfit-Suche helfen. Wer das Métier ernstnimmt, muss Dress und Stil kombinieren können, findet Kolumnistin Sabina Wachtel.

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Die Chef-Beraterin

Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Im Herbst kommt der Film „Personal Shopper“ in die Kinos. Ich erhoffe mir davon die Antwort auf eine Frage, die mir seit langem Rätsel aufgibt: Es gibt ja diese Personal-Shopper. Da fragt man sich schon: Was machen die so? Denn, wenn Sie googeln: „Welche Kleidungsstücke braucht ein Mann im Schrank“, dann werden Sie sofort eine ganze Reihe fast gleichlautender Listen finden, die aufführen, was im Kleiderschrank zu hängen hat. Das passt auf die Rückseite einer Visitenkarte, die Listen variieren nur leicht. Trends gibt es keine. Das geht gar nicht!

Mit den Basics haben Sie sich da schnell ausgestattet, da brauchen Sie definitiv keinen professionellen Einkaufsberater. Womit ich wieder auf den Film zurückkomme. „Personal Shopper“ ist ein Thriller. Kristen Stewart spielt Maureen, eine Amerikanerin, die sich in Paris ihren Lebensunterhalt als Personal-Shopperin für eine unfassbar anspruchsvolle deutsche Designerin verdient. Ihr Job ist es, all die luxuriösen Outfits zu besorgen, die ihre herrschsüchtige Arbeitgeberin zu diversen Events trägt.

Erstaunlich: Das entspricht genau meiner Vorstellung, wie diese Horden an Personal-Shoppern ihre Tage verbringen. Denn irgendwas müssen sie ja tun, wenn die zehn Essentials auch für den letzten Kunden besorgt sind, der vielleicht in einem schwer erreichbaren Ort in Niederbayern in Cordhosen und kariertem Hemd hinter seinem Massivedelholz-Schreibtisch gesessen hat. Definitiv kein Job für mich. Mein Thema ist das Detail.

Aber: Wenn ich dem Personal-Shopper an sich die Daseinsberechtigung absprechen würde, dann hätte ich meine Berufung verfehlt. Das tue ich auch gar nicht. Ich plädiere lediglich für echte Professionalität. Gehen Sie auf „55dresscodeberater.de“! Wer Personal-Shopping ernst nimmt (Personal!), muss Dress und Stil kombinieren können. Denn das Ziel ist nicht die solide Grundausstattung – das ist Mittelmaß.

Das Ziel ist die Brillanz, die nur der Feinschliff der Details erreichen kann. Das hat seinen Preis, das braucht Zeit, das braucht Feingefühl, Stil, Erfahrung und vieles mehr. Das passt dann doch nicht auf die Rückseite einer Visitenkarte.

Wer aber jetzt wirklich nur eben den Bestand im Schrank auffrischen will, der nehme sich doch einfach eine der vielen Listen vor und investiere das gesparte Geld in eine schöne Krawatte. Ach was, suchen Sie nicht, ich setze Ihnen die Liste einfach hier rein. Sie können ja mal kurz drüberschauen, wenn Sie mögen. So ganz grob.

Kommentare (2)

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Herr J.-Fr. Pella

29.06.2016, 11:58 Uhr

Dies sind echte Probleme, dagegen ist der BREXIT Kinderkram, oder?

G. Nampf

29.06.2016, 12:17 Uhr

"Zehn Dinge, die ein Mann braucht"

Die Kolumnen von Frau Wachtel gehören nicht dazu.

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