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25.05.2016

15:08 Uhr

Dienstleistungskonzern

Bilfinger baut Fernwärmeleitung im Ruhrgebiet

VonMartin Tofern

Der Mannheimer Dienstleistungskonzern gewinnt einen wichtigen Auftrag mit einem Volumen von 25 Millionen Euro für seine angeschlagene Kraftwerkssparte. Die steht nach wie vor zum Verkauf.

Der Bau- und Dienstleistungskonzern realisiert ein Fernwärmeprojekt im Ruhrgebiet. Reuters

Bilfinger

Der Bau- und Dienstleistungskonzern realisiert ein Fernwärmeprojekt im Ruhrgebiet.

MannheimDer Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger realisiert für den Versorger Uniper ein wegweisendes Fernwärmeprojekt im Ruhrgebiet. Bilfinger baut eine Fernwärmeleitung von Datteln zum bestehenden Fernwärmeverbundsystem. Die 13,5 Kilometer lange Trasse führt vom Neubau des Kraftwerks Datteln 4 über Castrop-Rauxel nach Recklinghausen, wo sie an das Fernwärmenetz angeschlossen wird. Der Auftrag hat ein Volumen von 25 Millionen Euro und wird von der Gesellschaft Bilfinger VAM Anlagentechnik mit Sitz im österreichischen Wels umgesetzt.

Bilfinger ist verantwortlich für die Planung, die Lieferung und Verlegung der Rohrleitungen sowie für die Anbindung ans Fernwärmenetz. „Wir freuen uns, eines der größten Fernwärmeprojekte der vergangenen Jahre durchzuführen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und damit zum Klimaschutz in Deutschland“, sagt Klas J. Schmitz, Chef der Kraftwerkssparte Power.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Das neue Kraftwerk Datteln 4 am Dortmund-Ems-Kanal wird bereits bei der reinen Stromerzeugung einen hohen Wirkungsgrad erzielen. Da hier Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung werden, wird Brennstoff eingespart und die Energieeffizienz erhöht. Insgesamt können durch die Fernwärmeerzeugung im Kraftwerk Datteln 4 pro Jahr mehrere 100.000 Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

Das Kraftwerksgeschäft, in dem im vergangenen Jahr 10.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erwirtschafteten, steht seit fast einem Jahr zum Verkauf. Es wird von Bilfinger als nicht fortzuführende Aktivität geführt. Ebenfalls zum Verkauf steht die Bilfinger-Sparte für Gebäudedienstleistungen Building and Facility. Für die Sparte gibt es mehrere Interessenten. Deren Angebote werden immer noch geprüft, noch ist nichts entschieden. Auch ein Verbleib der Sparte im Konzern ist offenbar nicht ausgeschlossen. Die Sparte Bau- und Immobilienservices setzte 2015 mit 20 000 Mitarbeitern rund 2,9 Milliarden Euro um. Dazu zählte damals allerdings noch der Bereich Wassertechnologie, der inzwischen verkauft wurde. Übrig bliebe bei nach Veräußerung der Sparte noch das Geschäft mit Industriedienstleistungen.  

 

 

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