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19.01.2004

07:00 Uhr

Dieter Hünerkoch führt „persönliche Gründe“ an

Bahn-Kommunikationschef gibt Posten auf

VonEberhard Krummheuer

Ausgerechnet im Endspurt zum Ziel Börsengang muss sich Bahnchef Hartmut Mehdorn einen neuen obersten Öffentlichkeitsarbeiter suchen.

HB DÜSSELDORF. Nach vier Jahren wird der bisherige Leiter Kommunikation der Deutschen Bahn AG, Dieter Hünerkoch, seinen Posten Ende Februar abgeben. Dies habe „einzig und allein persönliche Gründe“, sagte der 59-Jährige. Mehdorn bedauere den Entschluss „außerordentlich“, teilte die Bahn mit. Hünerkoch werde aber als Berater weiter für den Konzern und seinen Chef arbeiten.

Den eher spröde und zurückhaltend wirkenden Niedersachsen, gelernter Außenhandelskaufmann und Journalist von der Pike auf, verbindet mit Mehdorn ein über Jahrzehnte gewachsenes Vertrauensverhältnis. Als entsprechend groß galten seine Einflussmöglichkeiten im Konzern bis in die Vorstandsebene.

Nach Führungspositionen bei der „Wirtschaftswoche“, dem „Manager Magazin“ und zuletzt als Geschäftsführender Redakteur beim „Stern“ läutete Hünerkoch bei der Bahn ab März 2000 eine neue Ära der Öffentlichkeitsarbeit ein. Nachdem der Konzern zuvor im Umgang mit Bahn-Kritikern aus Politik und Medien eher zurückhaltend gewesen war, scheute sich der neue Kommunikationschef nicht, massiv gegen negative Einschätzungen und Behauptungen vorzugehen. Nur selten bremste er auch seinen kantigen, für impulsive Ausbrüche bekannten Chef – öffentliches Kopfschütteln, zuweilen auch konzerninternes, war ihm damit sicher. Gleichwohl gelang es Hünerkoch, die Öffentlichkeitsarbeit der Bahn so zu professionalisieren, dass sie den Vergleich mit anderen Konzern-PR-Institutionen nicht zu scheuen braucht.

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