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05.06.2016

16:12 Uhr

Dieter von Holtzbrinck

Handelsblatt-Verleger zieht sich aus Aufsichtsrat zurück

Dieter von Holtzbrinck zieht sich Ende September aus dem Tagesgeschäft seines Medienunternehmens zurück. Der Verleger des Handelsblatts überträgt die operative Aufsicht an Michael Grabner.

Der Verleger gibt die operative Aufsicht über sein Medienunternehmen ab. dpa

Dieter von Holtzbrinck

Der Verleger gibt die operative Aufsicht über sein Medienunternehmen ab.

DüsseldorfDer Verleger des Handelsblatts, Dieter von Holtzbrinck, überträgt die operative Aufsicht über sein Medienunternehmen an den 67-jährigen Michael Grabner. Am 29. September dieses Jahres, wenn von Holtzbrinck 75 Jahre alt wird, übernimmt sein langjähriger Kollege den Aufsichtsratsvorsitz der DvH Medien-Holding, teilte der Verleger am Samstag mit. Stellvertretender Vorsitzender des Gremiums wird der österreichische Verleger Eugen Russ, 55.

Die Stuttgarter DvH Medien-Holding ist die Muttergesellschaft der Verlagsgruppe Handelsblatt (Handelsblatt, „Wirtschaftswoche“), der Tagesspiegel-Gruppe („Der Tagesspiegel“, „Potsdamer Neueste Nachrichten“), DvH Ventures und der 50-Prozent-Beteiligung am Hamburger Zeit-Verlag („Die Zeit“).

„Die drei Verlage mit ihren großen Titeln sind in einer so ausgezeichneten Verfassung, dass ich mit bestem Gewissen die Nachfolgeregelung in Kraft setze“, sagte von Holtzbrinck über seine Entscheidung.

Von Holtzbrinck hatte die Stuttgarter DvH Medien-Holding 2009 gegründet, um die wichtigsten Zeitungen in Familienbesitz zu halten. Sein Bruder Stefan, der die frühere „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck“ (heute „Holtzbrinck Publishing Group“) seit 2001 führt, wollte sie damals abstoßen und sich auf andere, internationale Geschäfte konzentrieren, etwa auf Buch-, Wissenschafts- und Bildungsverlage.

Dieter von Holtzbrinck war selbst von 1974 an Mitglied der Geschäftsführung der von seinem Vater gegründeten „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck“. Von 1980 bis 2001 führte der Handelsblatt-Verleger die Gruppe und übergab sie dann an seinen 21 Jahre jüngeren Bruder Stefan.

Nach mehr als vier Jahrzehnten in operativen Führungsrollen bei den Verlagen der Familie überlässt Dieter von Holtzbrinck das reine Tagesgeschäft nun anderen. „Ich freue mich auf meine künftige Rolle als nicht-operativer Verleger“, sagte er.

Von

HB

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