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07.10.2016

10:05 Uhr

Digitale Transformation

Erfolgsstrategie für die Digitalisierung

VonClaudia Obmann

Digitale Geschäftsmodelle erfordern in traditionellen Unternehmen nicht nur eine technische Umstellung, sondern meist auch einen Wandel in der Firmenkultur. Vier Punkte sind besonders wichtig für den Erfolg.

Etablierte Unternehmen müssen Produkte und Prozesse digitalisieren, um im Konkurrenzkampf mit Apple, Google und Co. mithalten zu können. Die Strategie für „Industrie 4.0“ verändert auch die Unternehmenskultur. dpa

Digitaler Wandel

Etablierte Unternehmen müssen Produkte und Prozesse digitalisieren, um im Konkurrenzkampf mit Apple, Google und Co. mithalten zu können. Die Strategie für „Industrie 4.0“ verändert auch die Unternehmenskultur.

Kunden verstehen

Digitale Technologien, vor allem die Sozialen Medien, aber auch Big Data-Analysen bieten völlig neue Möglichkeiten, die Wünsche der Kunden zu verstehen und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. „Wer es schafft, Kunden elektronisch zu bedienen, verschafft sich einen Vorteil bei Marketing und Vertrieb“, ist Frank Riemensperger, Chef des Beratungsunternehmens Accenture Deutschland, überzeugt.

Die 10 besten Ratschläge für Unternehmer

Hab Spaß

„Das Leben ist ein Marathon und kein Sprint“, sagt Thorsten Reiter, dessen Buch „Start up – Jetzt! Endlich loslegen und es richtig machen“ gerade im Campus-Verlag erschienen ist. Genauso verhält es sich auch mit dem Bestreben als Unternehmer. Reiter: „Wer lange durchhalten will, sollte Spaß an der Sache entwickeln, der er täglich nachgeht, und vor allem daran, wie er es tut.“

Glaub an dich

Unternehmer sollten sich laut Reiter darauf konzentrieren, ihre Marke auszubauen sowie ihre Arbeit zu erledigen, und aufhören, über sich und ihr potentielles Versagen nachzudenken. „Wenn sie eines Tages scheitern, werden sie es schon merken und haben genug Zeit, im Nachhinein darüber nachzudenken.“

Glück ist eine Einstellungssache

„Jeder Gründer sollte sich entscheiden, stets Glück zu haben“, rät Thorsten Reiter. Seiner Lebensphilosophie nach liegt es in den eigenen Händen, Glück zu haben. Dabei ist für den Gründer-Experten genauso richtig, dass jeder einzelne der Herr seines Schicksals ist wie der Glaube daran, dass alles, was wir erleben, durch etwas oder jemanden vorherbestimmt ist.

Versuchen ist gut, machen ist besser

Reiter rät jungen Unternehmern nicht zu „entscheiden“, wann sie gescheitert sind. „Scheitern passiert und es bleibt keine andere Wahl, als das Scheitern zu akzeptieren und daraus zu lernen.“ Getreu dem Motto von Meister Yoda in Star Wars: „Do or do not. There is no try!“.

Nutze alle Ressourcen

Haben Sie Spaß daran, Teil von etwas zu sein und nutzen Sie das für sich. Als Unternehmer erhalten Sie Zugang zu Ressourcen, für die man sonst große Summen bezahlen müsste. Reiter: „Ein Marketingplan-Wettbewerb an einer lokalen Hochschule beispielsweise gibt der Einrichtung sowie ihren Studierenden Stoff, um sich weiter zu qualifizieren“, und Ihnen als Unternehmer einen enormen Pool an neuen Ideen.

Manchmal hilt nur: Zähne zusammenbeißen!

Jungunternehmer sollten sich schnell daran gewöhnen, die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nicht nur auszutesten, sondern sie regelmäßig zu überschreiten. Thorsten Reiter: „Nur so können sich Gründer und Erfolgssuchende sicher sein, wo sie verlaufen.“ Und: „Im gemütlichen Nine-to-Five-Sessel lassen sich keine Märkte revolutionieren und keine Konsumentenerfahrungen erschaffen, die zu wahren Ereignissen im Leben der Kunden werden.“

Gib dein Wissen weiter

Behalten Sie niemals die Dinge, die Sie auf Ihrem Weg gelernt haben, für sich. Teilen Sie, wann immer sie können, lautet die Empfehlung des Start-Up-Experten Reiter. Halten Sie also Vorträge, geben Sie Workshops oder seien sie selbst ein Mentor für andere Entrepreneure. Reiter: „Dadurch wird auch der Gründer selbst besser, versteht seine Herangehensweisen und erhöht sein Exposure.“

The winner shares it all

Steuern Sie auf Ihrem Weg gezielt Win-Win-Win-Effekte an und ermöglichen Sie es so einer größeren Anzahl von Menschen, sich mit Ihrer Idee und der Sache, für die Sie stehen, zu identifizieren. Keine Angst, das bedeutet nicht, dass Sie etwas vom Kuchen abgeben müssen; es bedeutet, so Reiter, dass alle am Ende mehr haben. Wenn jemand also einen WLAN-produzierenden Baum entwickeln würde, wäre der zusätzliche Klimafaktor solch ein Effekt.

Verändere das Spiel der Könige

Was hat Unternehmertum mit Schach zu tun? Reagieren Sie im Business nicht nur auf die Züge des Gegners, sondern gehen Sie einen Schritt weiter über die Grenzen des Bretts hinaus, rät Thorsten Reiter. So werden die Regeln des Spiels neu definiert, das Feld wird erweitert und die Möglichkeiten sind plötzlich unzählig. Wer als Unternehmer gelernt hat, das Spiel zu durchschauen, hält einen Trumpf in der Hand, der die Konkurrenz ins Chaos stürzen kann. Reiter: „Manchmal ist ein vermeintlich irrationaler Zug der entscheidende Schlag, und was von außen wie Chaos erscheint, ist lediglich die strategische Wendung hin zum eigenen Competitive Advantage und ein echter Game Changer.“

Finde deine Antworten

Sind Sie ein Unternehmer? Haben Sie den Mut dazu, Ihr Leben – egal ob angestellt oder selbstständig – nachhaltig zu verändern? Ist das der richtige, der einzige Weg? Diese Fragen möchten Thorsten Reiter jedem potentielen Gründer mit auf den Weg geben, denn er kann lediglich Denkanstöße geben. Die Antworten darauf muss jeder für sich selber finden. Reiter: „Ob du ins Abenteuer Unternehmertum aufbrechen wirst, ob diese Reise für dich bestimmt ist, kannst nur du selbst sagen. Nur du kannst diese Antworten geben.“

Richtig kombinieren

Oft entstehen neue Produkte und Services aus Rekombination bereits vorhandener Elemente. Beispiel Uber: Autos, Fahrer, Smartphone – alles bekannt und bewährt. Aber Uber kombinierte diese Elemente zu einem neuen Mobilitätsangebot. Solche Kombinationen zu finden, erfordert mehr kreative Freiheit als die herkömmlichen Abläufe in der Produktentwicklung zulassen.

Kooperationen wagen

Bei digitalen Produkte müssen traditionelle Unternehmen oft eigene Kompetenzen mit denen externer Partner bündeln, um Neues entstehen zu lassen. Die Organisation muss in die Lage versetzt werden, sowohl technisch, zum Beispiel über IT-Schnittstellen, als auch rechtlich schnell und unkompliziert solche Kooperationen einzugehen und sie bei Bedarf auch wieder aufzulösen. Besonders wichtig sind Kontakte zu innovativen Gründern.

Kultur wandeln

Um Innovationen zu beschleunigen, müssen etablierte Unternehmen eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit jenseits der klassischen Hierarchien etablieren. Denken in Projekten und eine starke Vernetzung aller Mitarbeiter sind wichtig. Die Unternehmenskultur muss auf Versuch und Irrtum ausgerichtet werden - nach dem Motto: Fehler dienen dem Erkenntnisgewinn, wenn sie denn frühzeitig genug erkannt werden.

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