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20.10.2015

15:39 Uhr

Dirk Hoke

Siemens-Manager wird Chef der Airbus-Rüstung

Dirk Hoke wird der neue Chef der Rüstungs- und Raumfahrtsparte von Airbus. Bisher leitet er das Bahngeschäft bei Siemens in China. Bei Airbus erwartet ihn eine große Baustelle.

Der Manager wechselt von Siemens zu Airbus. Siemens

Dirk Hoke

Der Manager wechselt von Siemens zu Airbus.

MünchenDer Siemens-Manager Dirk Hoke wechselt zu Airbus und soll dort im nächsten April Chef der Rüstungs- und Raumfahrtsparte werden. Der heutige Spartenchef Bernhard Gerwert wolle Mitte nächsten Jahres in den Ruhestand gehen, sagte Airbus-Konzernchef Tom Enders am Dienstag. Der 46-jährige Hoke werde im Januar als Stellvertreter Gerwerts bei Airbus anfangen und drei Monate später seine Nachfolge antreten. Damit werde er zugleich Mitglied des Airbus-Konzernvorstands.

Die Rüstungssparte des Flugzeugherstellers ähnelt derzeit einer Baustelle. Nach dem Scheitern der Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE, teuren Mängeln und Verzögerungen beim Militärtransporter A400M und dem Sparkurs vieler europäischer Verteidigungsminister will sich Airbus jetzt von Geschäftsfeldern wie Technik zur Grenzsicherung, Funk- und Kommunikationstechnik trennen.

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Hoke hatte nach dem Maschinenbau-Studium in Braunschweig bei Renault in Paris angefangen und seit 1996 bei Siemens gearbeitet – unter anderem beim Bau der Magnetschwebebahn in Schanghai, als Leiter des Siemens-Bahngeschäfts in China und des Afrika-Geschäfts. Enders sagte, Hoke habe „eine beeindruckende Erfolgsbilanz beim Aufbau und Wachstum von Geschäftsaktivitäten“. Gerwert habe sie „erfolgreich neugeordnet – mit einem klaren Fokus auf das Kerngeschäft, Militärflugzeuge und Raumfahrt“, sagte Enders.

Gerwert war im Zuge des 2013 beschlossenen Konzernumbaus an die Spitze der Sparte gerückt und hatte die bis dahin getrennt geführten Bereiche Rüstung und Raumfahrt gebündelt. Damit einher ging ein Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen. Der 62-Jährige geht laut Enders auf eigenen Wunsch. Dies habe er bereits vor zwei Jahren mit ihm besprochen.

Von

dpa

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