Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.12.2012

11:16 Uhr

Diversity

„Die Rabenmutter gibt es nur hier“

VonKerstin Bund
Quelle:Zeit Online

Deutschland baut Frauen ganz besondere Hürden, sagt BASF-Arbeitsdirektorin Margret Suckale. Aber eigentlich geht es ihr nicht um die Geschlechter, sondern um Vielfalt. Die wird für die Wirtschaft zur Überlebensfrage.

Erster weiblicher Vorstand in der Geschichte der BASF: Margret Suckale. dpa

Erster weiblicher Vorstand in der Geschichte der BASF: Margret Suckale.

Frage: Diversity ist ein heißes Thema für die deutschen Unternehmen. Doch für viele bedeutet Vielfalt nur „mehr Frauen“.

Margret Suckale: Das ist zu kurz gedacht. Bei der BASF legen wir Diversity sehr breit aus. Vielfalt bedeutet für uns, dass Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlicher Ausbildung, unterschiedlichen Erfahrungen, sozialen und kulturellen Hintergründen erfolgreich zusammenarbeiten.

Warum ist das wichtig?

BASF ist ein globales Unternehmen. Unsere Kunden kommen zunehmend auch aus Wachstumsregionen in Asien, Osteuropa und Afrika. Überall wächst der Wunsch nach einem höheren Lebensstandard. Die Kunden weltweit haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Diese Vielfalt müssen wir abbilden. Das heißt, wir müssen so vielfältig wie unsere Kunden sein.

Reportage : Wie Frauen in die Führungsetagen vordringen

Reportage

Frauen dringen Führungsetagen vor

Gespräche mit drei Frauen, die es nach ganz oben geschafft haben.

Gibt es bei BASF Quoten für Asiaten und Afrikaner?

Nein, wir glauben nicht an Quoten. Bei uns im Unternehmen muss die Qualifikation eines Mitarbeiters auf die zu besetzende Stelle passen. Aber wir arbeiten natürlich intensiv daran, die Vielfalt im Unternehmen zu erhöhen.

Bei den Frauen ist Ihr Ehrgeiz nicht so groß. Gerade einmal 15 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sollen bis 2020 weiblich sein. Die Telekom will 30 Prozent schaffen.

Wir haben viele Chemiker und Ingenieure im Unternehmen. Da ist der Frauenanteil kleiner, und es dauert daher länger, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.

Schuld sind die Frauen also selbst?

Die Rahmenbedingungen müssen sich ändern, vor allem die Kinderbetreuung. Leider gibt es in Deutschland immer noch das Denken, eine berufstätige Mutter sei eine Rabenmutter. Dieses Wort gibt es in anderen Sprachen gar nicht. Aber klar ist auch: Kinderbetreuung ist nicht allein Frauensache. Auch vielen männlichen Mitarbeitern wird es wichtiger, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. In Ludwigshafen erweitern wir unsere Kinderbetreuung daher gerade von 70 auf 250 Plätze.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hagbard_Celine

07.12.2012, 11:58 Uhr

Ein Konzern der sein Personal aufgrund von Rasse, Nationalität und Geschlecht auswählt handelt rassistisch und sexistisch.
Und nein, liebe Frau Suckale, es ist nicht in Ordnung Deutsche oder Männer zu diskriminieren.
Was kommt als nächstes, Quotenschwule ?
BASF braucht eine Leistungskultur um erfolgreich bestehen zu können, wer da untergräbt sollte aus dem Konzern entfernt werden.
Rasse, Religion, Staatszugehörigkeit, Sexuelle Neigung sind keine Kriterien nachdem man erfolgreich Personalpolitik betreiben kann.
Das ist nichts weiteres als der neueste Mist der mal wieder von Amiland rüber weht. Wie erfolgreich der Ami mit seinen Konzepten ist lässt sich ja daran erkennen das er kaum noch Industrie hat



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×