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28.09.2014

14:40 Uhr

Druck auf Cockpit

Lufthansa will mit externen Piloten Kosten senken

Die Lufthansa will offenbar eine Möglichkeit nutzen, um zu sparen und gleichzeitig die eigenen Piloten unter Druck zu setzen: Durch das Vermieten von Maschinen könnten externe Piloten zum kostengünstigen Ersatz werden.

Zwei Lufthansa-Piloten bei der Arbeit: Druck von externen Konkurrenten? dpa

Zwei Lufthansa-Piloten bei der Arbeit: Druck von externen Konkurrenten?

FrankfurtDie Lufthansa könnte bei ihrer geplanten Billigoffensive auf Langstreckenflügen einem Magazinbericht zufolge auf eigene Piloten verzichten. Konzernchef Carsten Spohr erwäge, Maschinen vom Typ Airbus A340 an die Schweizer Gesellschaft PrivatAir zu verleihen und dann samt Cockpit-Personal aus der Eidgenossenschaft zurückzumieten, berichtete "Der Spiegel" am Sonntag ohne Angabe von Quellen.

Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte, dass das Unternehmen „alternative Bereederungsmöglichkeiten“ prüfe. Eine solches Modell habe es auf der Langstrecke noch nicht gegeben. Der Konzern bewege sich damit aber im Rahmen der Tarifregelungen. Zu weiteren Details äußerte sich die Sprecherin nicht.

Eigentlich dürfen Lufthansa-Langenstreckenjets nur von Konzernpiloten geflogen. Nun wolle Spohr einen ersten Versuch bei dem neuen Billigableger unter dem Kürzel „Jump“ starten, berichtete das Magazin. Dieser solle ab November 2015 Ziele wie Las Vegas oder Mauritius anfliegen. Ursprünglich gab es demnach die Überlegung, dass in zunächst acht A340-Maschinen angestammte Lufthansa-Piloten Dienst tun und für das gleiche Geld länger arbeiten.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Die Lufthansa liegt im Dauerstreit mit ihren Piloten, die zuletzt mehrmals streikten. Ihre Gewerkschaft kämpft für die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente für die 5400 Lufthansa-Piloten - die Konzernspitze hält die Regelung auf Dauer für unbezahlbar. Hinter den Kulissen geht es um mehr: Den Piloten ist ein Graus, dass das Management neue Billigflieger schaffen will, die in Europa und auf der Langstrecke Marktanteile sichern sollen. Sie fordern etwa höhere Investitionen in den Ausbau des Service.

Mit PrivatAir hat die Lufthansa bereits Erfahrungen: Das Unternehmen fliegt etwa für den deutschen Konzern von Frankfurt in die indische Wirtschaftsmetropole Pune. Dabei kommt eine Langstreckenversion der Boeing 737 zum Einsatz.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Theo Gantenbein

29.09.2014, 09:06 Uhr

Richtiger Schritt. Die LH-Piloten bekommen Phantasiegehälter und nehmen zum Dank die LH und die Kunden in Beugehaft um noch mehr zu verdienen.

Ich fliege aber eh inzwischen lieber Emirates & Co. Schade, dass es auf den Atlantikstrecken noch so wenig vernünftige Konkurrenz gibt.

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