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24.01.2017

11:07 Uhr

Easyjet

Pfund-Absturz und Ölpreis belasten Billigflieger

Easyjet hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 7,2 Prozent gesteigert. Trotzdem belastet die Pfund-Schwäche den Billigflieger stärker als zuvor. Auch der angezogene Ölpreis drückt auf das Ergebnis.

Der britische Billigflieger beförderte in den drei Monaten bis Ende Dezember 17,4 Millionen Passagiere. Reuters, Sascha Rheker

Easyjet

Der britische Billigflieger beförderte in den drei Monaten bis Ende Dezember 17,4 Millionen Passagiere.

LutonDer britische Billigflieger Eaysjet hat im ersten Quartal dank steigender Passagierzahlen mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse kletterten um 7,2 Prozent auf 997 Millionen britische Pfund (1,16 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In den drei Monaten bis Ende Dezember beförderte Easyjet 17,4 Millionen Passagiere – ein Plus von 8,2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr planen die Briten, ihre Kapazitäten um neun Prozent zu erhöhen. Aussagen zum Gewinnziel machte das Unternehmen nicht.

Easyjet habe solide Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt, sagte Unternehmenschefin Carolyn McCall laut Pressemitteilung. Umsatz, Kosten und Passagierzahlen hätten trotz der Herausforderungen wie etwa bei den Ticketpreisen im Rahmen der Erwartungen gelegen. Allerdings belaste die Pfund-Schwäche stärker als zuvor angenommen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten Währungseffekte die Fluggesellschaft 112 Millionen Pfund gekostet.

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Zudem drücke der wieder angezogene Ölpreis das Ergebnis. Die Briten hoben deshalb die erwarteten Belastungen beim Vorsteuerergebnis im Geschäftsjahr 2016/17 um mehr als 16 Prozent auf umgerechnet 120 Millionen Euro an und verschreckten damit die Anleger an der Börse. Easyjet-Aktien brachen um rund neun Prozent ein.

Nach einer Phase besonders günstiger Kerosinpreise sind die Treibstoffkosten mittlerweile wieder angezogen. Zugleich hat das Pfund seit der Anti-EU-Entscheidung in Großbritannien im Juni gegenüber dem Dollar rund 17 Prozent an Wert verloren. Da der Treibstoff in Dollar abgerechnet wird, müssen die Briten nun deutlich mehr bezahlen.

Vor der Gewinnwarnung am Dienstag hatten Analysten bereits für das bis September laufende Geschäftsjahr mit einem um 16 Prozent niedrigeren Vorsteuerergebnis von umgerechnet rund 480 Millionen Euro gerechnet. Schon im vergangenen Jahr hatte der Pfund-Verfall zum ersten Gewinnrückgang des Unternehmens seit 2009 geführt.

Angesichts des anhaltenden Preiskampfs am Markt rechnet Easyjet zudem im ersten Geschäftshalbjahr mit einem Verfall bei den Ticketraten im hohen einstelligen Prozentbereich. Das Management versucht mit Einsparungen gegenzusteuern.

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