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11.12.2014

08:36 Uhr

Ebay

Online-Auktionshaus könnte jede zehnte Stelle streichen

Zehn Prozent der Belegschaft von Ebay könnte ihre Arbeit verlieren. Einem Medienbericht zufolge erwägt das Internetauktionshaus die Streichung von 3000 Stellen. Ein Bereich soll vor allem betroffen sein.

Gute Zahlen im ersten Quartal: Ebay überraschte die Anleger. dpa

Gute Zahlen im ersten Quartal: Ebay überraschte die Anleger.

Bangalore/San FranciscoDer Online-Händler Ebay erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Streichung von 3000 Stellen, die schon Anfang des kommenden Jahres wegfallen könnten. Das entspreche zehn Prozent der Belegschaft, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen.

Vor allem im Handelsbereich sollten die Arbeitsplätze abgebaut werden. Ebay wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Dem Bericht zufolge sollen die Arbeitsplätze abgebaut werden, um die Abspaltung des hoch profitablen Bezahldienstes Paypal von Ebay vorzubereiten: „Wir konzentrieren uns auf die Leitung unseres Geschäfts. Zudem bereiten wir Ebay und Paypal darauf vor, erfolgreich als eigenständige Unternehmen zu arbeiten“, sagte Ebay-Sprecherin Amanda Miller am Mittwoch.

Ebay hatte Paypal im Jahr 2002 für rund 1,5 Milliarden Dollar erworben. Vor wenigen Wochen gab die Auktionsplattform die Abspaltung von Paypal bekannt. Diese soll im zweiten Halbjahr 2015 abgeschlossen sein. Dann soll Paypal in der zweiten Jahreshälfte an die Börse gebracht werden.

Ebay reagiert damit auf die wachsende Konkurrenz bei Online-Geldbörsen. Paypal steht im Wettbewerb mit anderen Bezahldiensten wie Square. Auch der Technologieriese Apple steigt in diesen Sektor ein und rüstet die neue Generation seines iPhones sowie die Computeruhr Watch als elektronische Geldbörse aus.

Der Handelsbereich leidet dagegen noch immer unter den Folgen eines massiven Hackerangriffs, der viele Kunden verunsichert hat. Im Oktober kassierte Ebay seine Prognose für das Weihnachtsgeschäft und Gesamtjahr.

Kommentare (1)

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Herr Nehal Devanowitch

11.12.2014, 10:48 Uhr

Ist doch kein Wunder. Wenn wir auf Ebay angewiesen wären müssten wir nachziehen und jede 2. Stelle streichen. Wir haben bei denen mit den ganzen hirnrissigen Änderungen einen massiven Einbruch in Ebay. Bei Amazon haben wir 600% Umsatzwachstum, und jeder weiss dass die Amazon Kunden wesentlich anspruchsvoller sind und auch bei Rückgaben mehr service erwarten. Das die Produkte dann bei Amazon ein paar % teurer sind stört nicht. Hoffentlich merkt ebay irgendwann mal dass sie was falsch machen. Ich denke aber spätestens nachdem Paypal weg ist wird es dort krachen.

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