Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2016

14:21 Uhr

Econ Award

Mit einem Rap aufs Podest

VonJens Koenen

Ein Youtube-Spot der Berliner Verkehrsbetriebe zeigt: Eine schräge Idee in der Kommunikation ist oft besser und erfolgreicher als ein großer Geldbeutel. Damit gehörte die BVG zu den Gewinnern des Econ Awards.

Am Donnerstag vergaben Econ Verlag und Handelsblatt zum zehnten Mal die Econ Awards Unternehmenskommunikation. Mit mehr als 200 Gästen wurde im Berliner E-Werk gefeiert. Econ Verlag

Die Gewinner

Am Donnerstag vergaben Econ Verlag und Handelsblatt zum zehnten Mal die Econ Awards Unternehmenskommunikation. Mit mehr als 200 Gästen wurde im Berliner E-Werk gefeiert.

BerlinViele Arbeiten hat die Jury der Econ-Award-Unternehmenskommunikation in den vergangenen zehn Jahren bewertet. Aber selten haben die zwölf Mitglieder des Gremiums so sehr gelacht wie im Sommer dieses Jahres Was sie auf der Leinwand in der Bibliothek des Ullstein-Verlagshauses an der Berliner Friedrichstraße sahen, verdiente das Prädikat „genial“.

Es ist ein Spot, der auf der Videoplattform Youtube mittlerweile weit über sieben Millionen Mal angeschaut wurde. Geschaffen und publiziert hat ihn nicht etwa ein finanzstarker Konzern oder eine große Institution. Es waren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie produzierten einen Spot oder besser gesagt einen Rap, in dem sie zeigen, wie sehr sie ihre Fahrgäste wertschätzen, seien sie auch noch so seltsam.

Rapper Kazim Akboga führt die Betrachter in der BVG-Uniform singend durch die Welt des Berliner Nahverkehrs. Ein Mann auf dem Pferd in der U-Bahn – Kazim findet: „Is‘ mir egal.“ Ein Pekinese im Boxer-Outfit? Ist ihm auch egal, ebenso der Transvestit, der sich an der Haltestange rekelt. Nur der blinde Passagier, der sich als Fahrkartenautomat verkleidet hat, stört ihn dann doch. Der schräge Film ist Teil der Imagekampagne der BVG mit dem Titel „Weil wir Dich lieben“.

Econ Award: „Zu viele Firmen versuchen PR-Tricks“

Econ Award

„Zu viele Firmen versuchen PR-Tricks“

Der Econ Award wird seit zehn Jahren verliehen. Der Jury-Vorsitzende Klaus Rainer Kirchhoff und der Econ-Verlagsleiter Jürgen Diessl sprechen aus diesem Anlass über die Zukunft der Kommunikation.

„Eine simple Idee perfekt umgesetzt“, finden Brigitte Liermann und Conny Lohmann, die beiden verantwortlichen Jurymitglieder für den Bereich Digitale Medien. Und weil die Social-Media-Kampagne noch aus viel mehr Elementen besteht als nur einem Film – zum Beispiel einem Quiz auf dem Bilderdienst Instagram –, räumte die BVG in der Kategorie „Social-Media-Aktivitäten“ mächtig ab: Es gab Platinum, die höchste Auszeichnung beim Econ Award.

Zum zehnten Mal haben der Econ Verlag und die Verlagsgruppe Handelsblatt die besten Arbeiten in der Unternehmenskommunikation ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in Berlin bekamen einige Unternehmen die begehrte Trophäe überreicht: eine Skulptur in der Form eines Sextanten. Das Instrument dient in der Seefahrt von jeher als Orientierungshilfe. Ähnlich soll es sich auch mit den Arbeiten der Unternehmenskommunikation verhalten: Sie sollen den Weg weisen.

Die höchste Auszeichnung - den Sextanten in Platin – gab es dieses Mal nur zwei Mal. Die zweite Platinum-Skulptur hat sich die Deutsche Telekom für ihren Geschäftsbericht gesichert. Schon im Vorjahr war der Bericht der Jury aufgefallen, wegen der aufwendigen Gestaltung etwa mit fraktalen, dreieckigen Seiten, des Inhalts und des ergänzenden Onlineberichts. Doch damals reichte es noch nicht ganz für Platin.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

28.10.2016, 14:48 Uhr

Und man meint also mit diesen Rap in Zukunft mehr Fahrgäste anlocken zu können.
Das ist pures Pippi Langstrumpf Denken....die Berliner Verkehrsbetriebe müssen erst einmal mehr Sicherheit gewähren, dann müssen die Fahrpreise gesenkt werden und die Pünktlichkeit gesteigert werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×