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16.04.2013

12:18 Uhr

Eisenerzabbau

Rio Tinto glänzt mit Rekordzahlen

Der Bergbauriese Rio Tinto hat so viel Eisenerz abgebaut wie noch nie und kommt damit seinen Sparzielen näher. Wenig Freude bereitete dem Konzern allerdings China und ein Naturereignis in den USA.

Ein Truck bei der Eisenerzförderung. Rio Tinto fördert so viel wie nie zuvor. ap

Ein Truck bei der Eisenerzförderung. Rio Tinto fördert so viel wie nie zuvor.

MelbourneDer Bergbaukonzern Rio Tinto hat seine Erz-Produktion im ersten Quartal 2013 auf ein Rekordniveau gesteigert. Mit 48,3 Millionen Tonnen Eisenerz förderte der britisch-australische Konzern sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor und damit so viel wie noch nie in den ersten drei Monaten eines Jahres. Hinter dem kräftigen Plus steckt eine höhere Ausbeute der australischen Minen, wo nach Angaben des Konzerns vom Dienstag die Folgen der Wirbelsturm-Saison überwunden sind.

Ein starker Erdrutsch in einer Kupfer-Mine im US-Bundesstaat Utah dürfte die Kupfer-Produktion im laufenden Jahr allerdings beeinträchtigen, erklärte der neue Vorstandschef Sam Walsh. In der Mine waren am 10. April große Teile eines Hangs abgerutscht und behindern seitdem die Produktion. Rio Tinto ist noch dabei, den Schaden zu bewerten.

Wenig Freude dürfte dem Manager zudem das verhaltene Wirtschaftswachstum in China bereiten. Im ersten Quartal verlor die dortige Wirtschaft überraschend an Fahrt und setzte damit die Rohstoffpreise unter Druck. China ist der weltweit größte Verarbeiter von Eisenerz. Dieses ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Stahl. Rio Tinto ist nach der brasilianischen Vale der zweitgrößte Erzexporteur der Welt.

„Wir machen gute Fortschritte auf dem Weg zu unseren Sparzielen“, sagte Walsh, der die Führung Anfang des Jahres übernommen hatte. Sein Vorgänger Tom Albanese hatte wegen Abschreibungen in Milliardenhöhe den Rückzug angetreten. Seit November vergangenen Jahres läuft ein milliardenschweres Sparprogramm. Neben den Betriebskosten sollen auch die Ausgaben für die Erschließung von Rohstoff-Vorkommen sinken.

Von

dpa

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