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17.02.2004

16:43 Uhr

Elisabeth Gürtler ist zudem Chefin des Hotels Sacher

Die Managerin des Wiener Opernballs

VonUlrich Glauber (Handelsblatt)

Ihre Rolle im Zentrum des alteingesessenen Wiener Unternehmertums spielt Elisabeth Gürtler ohne Allüren. Unprätentiös bestellt die Eigentümerin des Hotels Sacher zum Auftakt des morgendlichen Gesprächs im Kaffeehaus der Nobel-Herberge einen „Café Latte“ und „eine Scheibe trockenes Brot“.

WIEN. Ängste vor einem Fauxpas lässt die Dame im weinroten Samtkostüm nicht aufkommen. „Ich finde es entsetzlich, wenn Frauen nicht zu ihrem Alter stehen“, beantwortet die 53-Jährige leger die Frage nach ihrem Geburtsjahr.

„Im Sacher sind wir in der vierten Generation“, bemerkt die „Grande Dame“, wie sie Zeitungen nennen, mit verhaltenem Stolz. Vor 14 Jahren hat Frau Diplomkaufmann nach dem Tod ihres geschiedenen Ehemannes Peter Gürtler die Leitung des Hotels übernommen. Tochter Alexandra, 28, und Sohn Georg, 24, arbeiten mit. Ihre Mutter hat das Torten-Imperium zu einem weit verzweigten Familienunternehmen gemacht, zu dem der Österreichische Hof in Salzburg und Kaffeehäuser in Innsbruck und Graz gehören.

Derzeit füllt sie aber vor allem ihr Zweitjob als Organisatorin des berühmten Wiener Opernballs aus, zu dem an diesem Donnerstag Prominenz aus aller Welt aufläuft. Sie managt das Ereignis seit dem Jahr 2000 mit dem Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, der sie mal auf einem Langstreckenflug darauf ansprach. „Er macht die Dinge, die ihn interessieren: die Eröffnung, die Auswahl der Künstler, wer eine Ehrenkarte bekommt. Und dann informiert er mich darüber.“

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