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07.10.2016

15:57 Uhr

EnBW-Chef

Frank Mastiaux mit weiterer Amtszeit

Der Vertrag von EnBW-Chef Frank Mastiaux ist vorzeitig bis 2022 verlängert worden. Mastiaux habe das Unternehmen während der schwierigen Umstellung auf erneuerbare Energien bisher auf einem „stabilen Kurs“ gehalten.

Der Vertrag des EnBW-Chefs wurde vorzeitig um fünf Jahre bis 2022 verlängert. dpa

Frank Mastiaux

Der Vertrag des EnBW-Chefs wurde vorzeitig um fünf Jahre bis 2022 verlängert.

FrankfurtEnBW -Chef Frank Mastiaux bleibt noch länger an der Spitze des drittgrößten deutschen Energieversorgers. Der bis 30. September 2017 laufende Vertrag sei um fünf Jahre bis 2022 verlängert worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Damit werde sichergestellt, dass die staatlich kontrollierte Energie Baden-Württemberg AG ihre Neuausrichtung fortsetzen könne, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Feldmann. „Frank Mastiaux und seinem Team ist es in den vergangenen Jahren gelungen, trotz schwierigster Umfeldbedingungen das Unternehmen auf einem stabilen Kurs zu halten und neue Wachstumschancen zu erschließen“, ergänzte er.

Der einst atomlastige Energiekonzern stellt sich auf erneuerbare Energien, vor allem Windkraft, um. Als neues Geschäftsfeld werden Energiedienstleistungen ausgebaut. Von Mastiauxs Antrittsjahr 2012 bis 2015 hat EnBW den Jahresumsatz um 14 Prozent gesteigert.

Die deutschen Atomkraftwerke und ihre Restlaufzeiten

Schrittweiser Automausstieg

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 nahm die Bundesregierung ihre erst ein Jahr zuvor vereinbarte Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke zurück und beschloss einen schrittweisen Atomausstieg. Statt frühestens 2036 soll nun der letzte Meiler bis 2022 vom Netz gehen. Acht AKW wurden 2011 sofort stillgelegt.

Rückbau

Der Rückbau wird Jahre dauern und Milliarden kosten - hinzu kommen die ungewissen Kosten bei der Endlagerung des Atommülls. Die Restlaufzeiten der noch in Betrieb befindlichen Reaktoren:

Neckarwestheim II (Baden-Württemberg)

Haupteigentümer: EnBW

Nennleistung in Megawatt: 1395

Restlaufzeit: fünf Jahre (1989 - 2022)

Philippsburg II (Baden-Württemberg)

Haupteigentümer: EnBW

Nennleistung in Megawatt: 1458

Restlaufzeit: zwei Jahre (1984 - 2019)

Isar II (Bayern)

Haupteigentümer: Eon

Nennleistung in Megawatt: 1475

Restlaufzeit: fünf Jahre (1988 - 2022)

Gundremmingen B (Bayern)

Haupteigentümer: RWE/Eon

Nennleistung in Megawatt: 1344

Restlaufzeit: bis Ende des Jahres (1984 - 2017)

Gundremmingen C (Bayern)

Haupteigentümer: RWE/Eon

Nennleistung in Megawatt: 1344

Restlaufzeit: vier Jahre (1984 - 2021)

Grohnde (Niedersachsen)

Haupteigentümer: Eon

Nennleistung in Megawatt: 1360

Restlaufzeit: vier Jahre (1984 - 2021)

Emsland (Niedersachsen)

Haupteigentümer: RWE/Eon

Nennleistung in Megawatt: 1400

Restlaufzeit: fünf Jahre (1988 - 2022)

Brokdorf (Schleswig-Holstein)

Haupteigentümer: Eon/Vattenfall

Nennleistung in Megawatt: 1440

Restlaufzeit: vier Jahre (1986 - 2021)

Der Konzerngewinn erholte sich wieder nach einem Verlust im Vorjahr, war 2015 mit 200 Millionen Euro aber nicht mal halb so hoch wie 2012. Die Zahl der Beschäftigten blieb bei rund 20.000. Es fielen zwar mehr als 2000 Arbeitsplätze im Zuge des Umbaus weg, an anderer Stelle wurden aber neue Jobs geschaffen.

Von

rtr

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