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05.04.2006

15:05 Uhr

Energie

ENBW-Chef Claassen: Justiz schadet Sponsorengeschäft

ENBW-Chef Utz Claassen rechnet damit, dass infolge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn das Sponsorgeschäft zurückgehen könnte.

Utz Claassen dpa

Offenbar „nur“ im Exekutivkomitee von EdF: ENBW-Chef Utz Claassen.

dpa KARLSRUHE. ENBW-Chef Utz Claassen rechnet damit, dass infolge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn das Sponsorgeschäft zurückgehen könnte. „Wenn das so weitergeht, wird es sportliche und kulturelle Großveranstaltungen bei uns irgendwann nicht mehr geben, weil die Sponsoren wegbleiben“, sagte der Energie-Manager in einem Interview der „Welt am Sonntag“.

Der Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (ENBW/Karlsruhe) ist ein nationaler Sponsor der Fußball-WM. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den Unternehmenschef. Die ENBW hatte mehreren baden-württembergischen Ministern Gutscheine für WM-Karten angeboten, die diese aber abgelehnt hatten. Die Justiz prüft, ob es sich dabei um eine gesetzeswidrige Vorteilsgewährung handelt. Der Manager bestreitet die Vorwürfe.

Zu den Unklarheiten über die Rolle Claassens im Vorstand des französischen Stromkonzerns und ENBW-Großaktionärs EdF schreibt das Magazin „Wirtschaftswoche“ in seiner neuen Ausgabe, dass es innerhalb des „Comité Exécutif“ (Comex) einen Führungskreis (Direktorium) gebe. Dieser bestehe aus vier Managern, zu denen Claassen nicht gehöre. Dieses Direktorium treffe „die wichtigsten Entscheidungen in der Gruppe“, hatte die EDF der „Wirtschaftswoche“ erklärt.

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