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07.07.2014

19:18 Uhr

580 Millionen Euro

Stadtwerke kaufen restlichen Steag-Anteil

Ein Bündnis nordrhein-westfälischer Stadtwerke übernimmt auch die verbleibenden 49 Prozent an der ehemaligen Evonik-Energietochter Steag. Als alleiniger Anteilseigner habe man deutlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten.

Steag-Steinkohlekraftwerk (Archivbild). Mittlerweile leidet Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende. dpa

Steag-Steinkohlekraftwerk (Archivbild). Mittlerweile leidet Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende.

FrankfurtEin Bündnis nordrhein-westfälischer Stadtwerke übernimmt die ehemalige Evonik -Energietochter Steag komplett. Alle Gesellschafter der kommunalen Beteiligungsgesellschaft KSBG hätten dem Kauf der restlichen 49 Prozent von Evonik zugestimmt, teilte das Stadtwerke-Konsortium am Montag mit. Der Kaufpreis betrage rund 580 Millionen Euro, die Übernahme solle bis zum Herbst abgeschlossen sein. Im zweiten Schritt werde die Suche nach Partnern fortgesetzt, mit denen die Beteiligung weiterentwickelt werden könne, erklärte das Konsortium, das aus sieben Stadtwerke aus Städten des Ruhrgebiets besteht.

Evonik hatte sich 2010 mit den Stadtwerken auf die Übernahme der Steag verständigt. Damals ging ein Anteil von 51 Prozent an der Steag für 649 Millionen Euro an das Konsortium, binnen maximal fünf Jahren solle der Rest folgen, hatte Evonik mitgeteilt. Mittlerweile leidet aber auch die Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Das Stadtwerke-Konsortium habe den Schritt sorgfältig abgewogen. „Jetzt ist aufgrund der vorteilhaften Situation auf dem Kapitalmarkt der richtige Zeitpunkt für den Kauf des 49-Prozent-Anteils“, sagte KSBG-Chef Bernd Wilmert. „In jedem Jahr, das wir abwarten, würde die Übernahme erheblich teurer werden. Zudem haben wir als alleiniger Anteilseigner der Steag deutlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten zur Entwicklung des Unternehmens.“

Die Haushalte der an den Stadtwerken beteiligten Kommunen würden nicht belastet. Der Kauf werde durch Eigenkapital der beteiligten Stadtwerke, einem Anteil der Steag sowie einer Fremdfinanzierung durch ein Banken-Konsortium finanziert. An der KSBG sind die Stadtwerke Duisburg AG mit 19 Prozent, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) mit 18 Prozent, die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) mit 18 Prozent, die Stadtwerke Bochum Holding GmbH mit 18 Prozent, die Stadtwerke Essen AG mit 15 Prozent sowie die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die Stadtwerke Dinslaken GmbH mit je sechs Prozent beteiligt.

Von

rtr

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