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02.10.2013

18:48 Uhr

Alrosa

Russland verkauft Anteile an Diamantenriesen

Die Staatsanteile am russischen Diamantenkonzern Alrosa sollen reduziert werden. Die Privatisierung könnte dem russischen Staat einen Milliardengewinn bescheren - ohne dass er die Fäden aus der Hand geben müsste.

Der Diamantenkonzern Alrose wird für den russischen Staat zum Milliardengeschäft. Reuters

Der Diamantenkonzern Alrose wird für den russischen Staat zum Milliardengeschäft.

Moskau/LondonRussland setzt den Verkauf von Tafelsilber fort: Die Regierung stimmte am Mittwoch der milliardenschweren Veräußerung eines Anteils von 14 Prozent am Diamantenförderer Alrosa über die Börse zu. Weitere zwei Prozent werde eine Alrosa-Tochtergesellschaft abgeben, teilte der Konzern mit. Der Schritt war lange vorbereitet. Der russische Staat und die Alrosa-Tochter dürften durch den Aktienverkauf insgesamt rund 1,6 Milliarden Dollar einsammeln. Es wäre die größte Transaktion im Edelsteinsektor seit einem Jahrzehnt. Die Alrosa-Aktie legte in Moskau rund sechs Prozent zu.

Russland hatte 2010 den Verkauf von Staatsbeteiligungen eingeleitet. Durch die Privatisierungen sollen insgesamt 50 Milliarden Dollar eingenommen werden.

Die Wurzeln von Alrosa gehen auf die erste russische Diamantenmine zurück, die in den 1950er Jahren entdeckt worden war. Seither baute der Konzern stetig seine Förderung aus und überholte 2009 den bis dato größten Anbieter De Beers, der zu Anglo American gehört. Dies ist Alrosa bisher allerdings nur gemessen an der Fördermenge gelungen und nicht gemessen an den Einnahmen.

Der geplante Verkauf des Alrosa-Pakets könnte bereits Ende des Monats über die Bühne gehen. „Die Nachfrage nach den Aktien wird hoch sein“, sagte Barclays-Analyst Wladimir Sergiewski. Nach dem Verkauf werden der russische Staat und Landesregierungen insgesamt noch 68,9 Prozent an Alrosa halten.


Von

rtr

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