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27.08.2014

07:16 Uhr

Aluminiumhersteller

Rusal profitiert von steigenden Preisen

Steigende Aluminiumpreise bescheren dem weltgrößten Aluminiumhersteller Rusal schwarze Zahlen. Erstmals seit fünf Quartalen steigt der russische Rohstoffriese wieder in die Gewinnzone ein.

Sonnenaufgang über dem Rusal-Werk in Sayanogorsk: Das Unternehmen ist wieder da. Reuters

Sonnenaufgang über dem Rusal-Werk in Sayanogorsk: Das Unternehmen ist wieder da.

MelbourneHöhere Aluminiumpreise und Kostensenkungen haben dem weltgrößten Aluminium-Hersteller Rusal zu schwarzen Zahlen verholfen. Erstmals seit fünf Quartalen wies der russische Produzent im zweiten Vierteljahr diesen Jahres wieder einen Gewinn aus. Netto blieben 129 Millionen Dollar, wie Rusal am Mittwoch bekanntgab. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von 203 Millionen Dollar angefallen. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 26 Prozent auf 220 Millionen Dollar.

In der ersten Jahreshälfte 2014 habe sich das Blatt gewendet, erläuterte Firmenchef Oleg Deripaska. Der Aluminiumpreis habe seit seinem Vier-Einhalb-Jahrestief im Februar um 24 Prozent angezogen. Zudem sei der weltweite Bedarf um sechs Prozent gestiegen, sagte Deripaska.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Das werde hauptsächlich durch China getrieben. Zuletzt bauten sich die Aluminium-Lagerbestände ab, während die Nachfrage dank der anziehenden Weltwirtschaft steigt. Auch Konkurrent Alcoa war im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Von

rtr

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