Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2016

15:39 Uhr

Areva

Französischer Atomkonzern sichert sich Brückenkredit

Der französische Atomkonzern Areva hat sich von sechs Banken einen milliardenschweren Brückenkredit gesichert. Damit soll die Finanzierung des Sanierungskurses gewährleistet werden.

Der französische Atomkonzern braucht Geld, um den Sanierungsplan umzusetzen. Reuters

Areva-Tower

Der französische Atomkonzern braucht Geld, um den Sanierungsplan umzusetzen.

ParisDer französische Atomkonzern Areva hat sich zur Finanzierung seines Sanierungskurses einen Brückenkredit über 1,1 Milliarden Euro gesichert. Damit solle die nötige Liquidität für das laufende Jahr gewährleistet werden, teilte das seit vier Jahren defizitäre Unternehmen am Donnerstag mit. Das Geld werde von sechs Banken zur Verfügung gestellt. Um mehr Zeit zum Abschluss des Kredits zu haben, wurde die Vorlage der Bilanz für 2015 kurzfristig auf Freitag verschoben. Dann wird der fünfte Jahresverlust in Folge erwartet. Die Aktie wurde zunächst vom Handel ausgesetzt.

Die Regierung in Paris stellte sich hinter das Vorgehen des staatlich kontrollierten Konzerns, der einst als das Juwel der französischen Atomwirtschaft galt. "Aus unserer Sicht gibt es keine negative Konsequenz", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Es sei ein weiterer Schritt der Erholung für das Unternehmen, dass rasch und planmäßig Forschritte mache.

Areva setzt aber wie der gesamten Branche zu, dass seit der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 weniger Kernkraftwerke gebaut werden. Zudem machen langwierige Verzögerungen beim Bau eines Reaktors in Finnland zu schaffen, den Areva gemeinsam mit Siemens errichten soll. Der AKW-Betreiber und das Baukonsortium haben sich gegenseitig mit milliardenschweren Schadenersatzforderungen überzogen.

Zuletzt hatte Areva eine Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro angekündigt, um die Finanzen auf Vordermann zubringen. Teil des Sanierungsplanes ist zudem der Verkauf der Mehrheit an der Reaktorsparte an den ebenfalls staatlich kontrollierten Stromversorger EDF. Die Übernahme, die von der Regierung eingefädelt wurde, soll 2017 abgeschlossen werden. Beide Seiten hatten sich nach monatelangen Verhandlungen geeinigt. Künftig will sich Areva auf den Uran-Bergbau und das Geschäft mit Kernbrennstoff konzentrieren.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×