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15.09.2016

14:04 Uhr

Areva verkauft Adwen

Atomkonzern macht Schluss mit Windkraft

Gamesa übernimmt, Areva steigt aus: Der Atomkonzern trennt sich von seinen Anteilen am Windkraft-Konzern Adwen. Indirekt steigt so ein deutsches Unternehmen zum weltgrößten Hersteller von Windkraft-Anlagen auf.

Im Juni übernahm Siemens den spanischen Windkraft-Konzern Gamesa. Mit der Übernahme des Partnerprojekts Adwen mit Areva steigt Siemens zum größten Hersteller von Windkraft-Anlagen weltweit auf. dpa

Adwen geht indirekt an Siemens

Im Juni übernahm Siemens den spanischen Windkraft-Konzern Gamesa. Mit der Übernahme des Partnerprojekts Adwen mit Areva steigt Siemens zum größten Hersteller von Windkraft-Anlagen weltweit auf.

ParisDer französische Atomkonzern Areva steigt aus dem Windkraftgeschäft aus. Der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Adwen solle an den spanischen Windkraft-Partner Gamesa verkauft werden, teilte Areva am Donnerstag in Paris nach einer Verwaltungsratsitzung mit. Damit geht der Anteil indirekt an den Elektrokonzern Siemens, der im Juni für gut eine Milliarde Euro die Mehrheit an Gamesa übernommen hatte.

Siemens hatte sich mit Gamesa auf eine Zusammenlegung der Windkraftsparten verständigt und steigt damit zum weltweit größten Hersteller von Windkraft-Anlagen auf. Als Knackpunkt des Deals hatte das komplizierte Beteiligungsgeflecht um Gamesa gegolten. Der Elektrokonzern erklärte dazu am Donnerstag lediglich: „Wir freuen uns, dass jetzt Klarheit über die Beteiligungsverhältnisse bei Adwen herrscht. Wir sind überzeugt, dass diese Entscheidung im besten Interesse von allen Beteiligten und insbesondere der Adwen-Kunden ist.“ Zu weiteren Details machte der Konzern keine Angaben.

In Medienberichten war zuvor von einem Kaufpreis von rund 60 Millionen Euro die Rede. Spekuliert worden war auch, dass der Deal die europäischen Wettbewerbshüter auf den Plan rufen könnte. Dazu hieß es aus Industriekreisen, es sei davon auszugehen, dass der Zusammenschluss keine erheblichen Auswirkungen auf den Wettbewerb im Offshore-Bereich haben werde. „Obwohl die Anzahl von Akteuren im Offshore-Segment begrenzt ist, besteht unter diesen ein harter Wettbewerb, so dass die Bietermärkte bereits heute sehr effektiv sind.“

Von

dpa

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