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01.10.2014

17:06 Uhr

Atom-Moratorium

Eon will 380 Millionen Schadenersatz von der Regierung

Der Energiekonzern Eon fordert 380 Millionen Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Hintergrund sind entgangene Gewinne wegen der Abschaltung von zwei Kernkraftwerken während des dreimonatigen Atom-Moratoriums.

Eon verlangt Schadensersatz von der Bundesregierung – diesmal wegen entgangenen Gewinnen durch das Atom-Moratorium. dpa

Eon verlangt Schadensersatz von der Bundesregierung – diesmal wegen entgangenen Gewinnen durch das Atom-Moratorium.

BerlinDer Energiekonzern Eon fordert von der Bundesregierung 380 Millionen Euro Schadenersatz für das dreimonatige Atom-Moratorium nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Dabei gehe es um entgangene Gewinne wegen der Abschaltung der Kernkraftwerke Unterweser (Niedersachsen) und Isar 1 (Bayern), sagte ein Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Klage sei beim Landgericht Hannover eingereicht worden, weil hier der Sitz der Kernkraft-Sparte ist.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre damalige schwarz-gelbe Koalition hatten das Moratorium im März 2011 beschlossen, die acht betroffenen Anlagen wurden anschließend für immer stillgelegt. Zuvor hatte bereits RWE eine Schadenersatzklage in Höhe von 235 Millionen Euro wegen der Biblis-Abschaltung eingereicht. Unabhängig davon haben Eon und RWE Verfassungsbeschwerde gegen die verfügte dauerhafte Stilllegung der Anlagen nach Ende des Moratoriums eingelegt - hier geht es wohl um Schadenersatz in zweistelliger Milliardenhöhe.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Eon will zudem nicht die Kosten tragen für die geplante Unterbringung von 26 Castor-Behältern aus der Wiederaufarbeitung im Ausland in anderen Zwischenlagern als in Gorleben. Die Behälter sollen nicht mehr hierhin, um keine weiteren Fakten für ein Endlager im nahen Salzstock zu schaffen - es soll bundesweit nach einem Endlager gesucht werden. „In Gorleben ist bereits ein einwandfrei geeignetes Zwischenlager vorhanden“, begründete der Sprecher der Widerspruch.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Delete User Delete User

01.10.2014, 17:57 Uhr

EON sollte lieber mal die Strompreise für Endverbraucher um 25% senken.

Soviel zahlen wir nämlich gegenwärtig zu viel.

Die Bundesregierung täte gut daran durch das Verbraucherschutzministerium EON und Konsorten massiven Missbrauch in der Strompreispolitik nachzuweisen!

Und für die jahrzehntelange Subventionspolitik zugunsten der Gilde der Stromerzeuger, sollten diese Unternehmen endlich auch an allen direkten und indirekten Kosten, die mit der Erzeugung von Atomstrom zusammenhängen bzw. hingen zur Kasse gebeten werden.

Der Staat (Bürger und Politik) ist doch nicht die Melkkuh der verfehlten Strategie dieser Energieerzeuger!

Teyssen und Co. haben bis heute ein Projekt nach dem anderen in den Sand gesetzt. Null Erfolg ist ihre traurige Bilanz. Und dann wollen sich diese feinen Herren im Nadelstreifen auf unsere Kosten weiter bereichern und setzen mit diesem Geld das nächste Projekt in den Sand?

EON - nein Danke!

Herr Peter Silberg

01.10.2014, 18:12 Uhr

380 Mio. EUR entgangener Gewinn, wenn zwei Kernkraftwerke für drei Monate außer Betrieb genommen werden.
Nach Adam Riese macht das einen Gewinn pro Kraftwerk von ca. 63 Mio. EUR/Monat oder ca. 2 Mio. EUR/Tag.

Herr Teito Klein

01.10.2014, 19:46 Uhr

Frau Merkel, zahlen bitte!
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Der Energiekonzern Eon fordert 380 Millionen Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Hintergrund sind entgangene Gewinne wegen der Abschaltung von zwei Kernkraftwerken während des dreimonatigen Atom-Moratoriums.

Wer über Nacht den Atomausstieg beschließt und die Versorger zwingt, die AKWs abzuschalten, muss auch für die entstandenen Schäden aufkommen.
Es gibt keine Planungssicherheit mehr.

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