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22.04.2013

11:05 Uhr

Atomfirma

Großbritannien will Urenco-Anteile versilbern

Großbritannien steckt tief in den Miesen. Deswegen erwägt das Königreich laut Medien nun, die Anteile an der Urananreicherungsfirma Urenco zu verkaufen. Die Entscheidung dazu könnte sogar schon diese Woche fallen.

Die Niederlassung von Urenco in Gronau. dpa

Die Niederlassung von Urenco in Gronau.

LondonGroßbritannien will einem Zeitungsbericht zufolge aus dem deutsch-niederländisch-britischen Urananreicherungsunternehmen Urenco aussteigen. Urenco gehöre zu den rund zehn Unternehmen, deren Beteiligung der hoch verschuldete britische Staat zu Geld machen wolle, schreibt die „Financial Times“. Großbritannien erhofft sich demnach einen Erlös von rund 3 Milliarden Pfund (rund 3,5 Milliarden Euro) von Urenco.

London will in diesem Jahr auch Anteile an der staatlichen Post Royal Mail verkaufen. Zu den Unternehmen, die teilweise oder voll privatisiert werden sollen, gehörten auch der Wetterdienst Met Office oder die Grundbuchbehörde Land Registry, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Chef der Shareholder Exekutive, Mark Russell. Er ist für das Management der Staatsanteile verantwortlich.

Die Entscheidung zu Urenco könnte demnach noch in dieser Woche fallen. An dem Unternehmen, das unter anderem Urananreicherungsanlagen wie im westfälischen Gronau betreibt, hält Großbritannien wie die Niederlande ein Drittel. Das restliche Drittel halten die deutschen Konzerne Eon und RWE.

Von

dpa

Kommentare (1)

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vandale

22.04.2013, 13:48 Uhr

Ich hatte mir in der Vergangenheit immer gewünscht, dass URENCO an die Börse geht. URENCO war und ist sehr stetig und profitabel. URENCO stand bislang nicht im Focus der Oekoayatollahs die sich mehr auf die Skandalisierung der Kernkraftwerke und der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle konzentriert haben.

In den kommenden Jahren werden erhebliche neue Anreicherungskapazitäten in den Markt gehen.

Wenn die Kernkraftwerke als Lustobjekte der Oekoayatollahs wegfallen ist es nicht auszuschliessen, dass sich diese dann mangels anderer Objekte auf die Deutsche URENCO Betriebsstätte in Groningen einschiessen.

Vandale

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