Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.09.2016

17:40 Uhr

Baosteel übernimmt Wuhan Iron

Neuer chinesischer Stahlriese

Durch die Fusion zweier Stahlkonzerne in China soll der zweitgrößte Hersteller der Welt entstehen: Baosteel will Wuhan Iron übernehmen. Chinas Stahlsektor kämpft mit Überkapazitäten von Hunderten Millionen Tonnen.

In China wird ungefähr die Hälfte des weltweiten Stahls hergestellt. Reuters

Stahlkonzern Baosteel in Shanghai

In China wird ungefähr die Hälfte des weltweiten Stahls hergestellt.

ShanghaiIn China haben zwei große Stahlkonzerne ihre Fusion zum zweitgrößten Hersteller der Welt nach Arcelor-Mittal angekündigt. Die Baosteel Gruppe werde neue Aktien an die Anteilseigner der Wuhan Iron and Steel-Gruppe ausgeben und den Konzern so schlucken, teilten die beiden staatlichen Unternehmen am Dienstag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Stahlbranche in China: Das Überleben der Zombies

Stahlbranche in China

Premium Das Überleben der Zombies

China produziert mehr Stahl als jedes andere Land und zieht mit seinen Billigexporten den Zorn der Europäer auf sich. Peking will die ineffiziente Branche reformieren – im Modellversuch. Doch der Staatsplan geht nicht auf.

Baosteel und Wuhan Iron sind derzeit auf den Plätzen fünf und elf der weltgrößten Stahlhersteller. Zusammen erreichte ihre Kapazität 60,7 Millionen Tonnen Stahl im vergangenen Jahr, wie Zahlen des Weltstahlverbandes zeigen.

In China wird ungefähr die Hälfte des weltweiten Stahls hergestellt. Die Überkapazitäten im Land werden auf mehrere hundert Millionen Tonnen geschätzt. Der billige Stahl hält die Weltmarktpreise niedrig und lässt auch europäische und US-Stahlproduzenten leiden.

China hat auf Druck seiner Handelspartner versprochen, seine Kapazitäten bis 2020 um 100 bis 150 Millionen Tonnen senken – bei einer Gesamtkapazität von derzeit 1,2 Milliarden Tonnen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×