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13.08.2013

15:13 Uhr

Baukonzern

Alpine Energie findet neuen Eigentümer

Der Nordeuropäische Finanzinvestor Triton kauft Alpine Energie vom spanischen Baukonzern FCC. Der Kaufpreis soll bei rund 100 Millionen Euro gelegen haben. Alpine Energie plant und baut Energie- und Verkehrsnetze.

Alpine Energie befindet sich wohl in trockenen Tüchern. Der Finanzinvestor Triton übernimmt die Alpine-Energietochter vom spanischen Baukonzern FCC. Reuters

Alpine Energie befindet sich wohl in trockenen Tüchern. Der Finanzinvestor Triton übernimmt die Alpine-Energietochter vom spanischen Baukonzern FCC.

Wien/FrankfurtAlpine Energie rettet sich in die Hände eines neuen Eigentümers. Nach der Pleite des zweitgrößten österreichischen Baukonzerns übernehme der Finanzinvestor Triton die Alpine-Energietochter vom spanischen Baukonzern FCC, wie beide Firmen am Dienstag mitteilten. Zwei mit dem Geschäft vertrauten Personen zufolge liegt der Kaufpreis bei knapp 100 Millionen Euro. Triton und FCC wollten sich dazu nicht äußern.

Alpine Energie plant, baut und betreut unter anderem Energie- und Verkehrsnetze. Mit 3000 Beschäftigten erwirtschaftete die Firma zuletzt einen Jahresumsatz von 462 Millionen Euro. Das Unternehmen war von der Pleite des österreichischen Baukonzerns Alpine nicht betroffen. Der Baukonzern geriet durch fehlgeschlagene Projekte in Osteuropa im Herbst vergangenen Jahres in Schieflage. Einige Monate danach stellte die Baufirma die Energietochter zum Verkauf - in der Hoffnung, mit dem Erlös die Sanierung voranzutreiben.

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Obwohl die Gläubiger des Konzerns zuletzt Zugeständnisse gemacht haben, erholt sich Alpine nicht. Die Baufirma braucht offenbar weiterhin Hilfe dabei, ihre Zahlungsfähigkeit zu erhalten –bisherige Strategien griff nicht.

Doch als sich die Lage bei Alpine zuspitzte, wurde die Firma bei der spanischen Mutter FCC zwischengeparkt: FCC hatte der kriselnden Österreich-Tochter vor deren Pleite noch einen Brückenkredit über 75 Millionen Euro zugeschossen und Alpine Energie dafür als Sicherheit verwendet. Ein Teil des Kredits kam von einem anderen Investor.

Mit dem Verkaufserlös wird nun der Brückenkredit getilgt. Die Differenz zu dem Preis von knapp 100 Millionen Euro fließt einer mit der Situation vertrauten Person zufolge den Alpine-Gläubigern zu. Sie warten nach der Pleite des zweitgrößten österreichischen Baukonzerns noch immer auf ihr Geld.

Zu den größten Kreditgebern gehörten die UniCredit-Tochter Bank Austria sowie die Erste Group. Der Zusammenbruch des an internationalen Großprojekten wie Stuttgart 21 und dem Gotthard-Basistunnel beteiligten Unternehmens Mitte Juni waren eine der größten Pleiten in der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Von den allein in Österreich 4900 betroffenen Beschäftigten hat der Großteil mittlerweile - zumindest vorübergehend - einen neuen Job gefunden.

Der neue Alpine-Energie-Eigentümer Triton betonte sein langfristiges Interesse an dem Unternehmen. "Wir wollen das Management als stabiler Eigentümer dabei unterstützen, im Kerngeschäft profitabel zu wachsen", sagte Triton-Manager Peder Prahl. Die 1997 gegründete Fondsgesellschaft ist auf mittelständische Unternehmen in Nordeuropa spezialisiert. Derzeit hat die Gesellschaft 25 Unternehmen mit einem Umsatz von 12,3 Milliarden Euro.

Von

rtr

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