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15.08.2013

07:38 Uhr

Baustoffkonzern

Schleppende Konjunktur bremst Holcim

Der Baustoffkonzern Holcim macht weniger Gewinn als im ersten Quartal. Grund dafür: Die stockende Konjunktur in Schwellenländern. Dank Kostensenkungen erwartet der Konzern allerdings eine Besserung.

Holcim-Chef Bernard Fontana. Der Gewinn des Unternehmens sank um 7,4 Prozent. Reuters

Holcim-Chef Bernard Fontana. Der Gewinn des Unternehmens sank um 7,4 Prozent.

ZürichDie stockende Konjunktur in den Schwellenländern hat den Baustoffkonzern Holcim gebremst. Der Gewinn sank im zweiten Quartal um 7,4 Prozent auf 465 Millionen Franken, wie Holcim am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten einen noch stärkeren Gewinnrückgang auf 452 Millionen Franken erwartet.

"Die globale Konjunktur entwickelte sich im ersten Halbjahr schwächer als prognostiziert", erklärte der Weltmarktführer, der rund die Hälfte seines Umsatzes in den aufstrebenden Staaten Asiens und Lateinamerikas erwirtschaftet. Insgesamt sank der Quartalsumsatz um 3,3 Prozent auf 5,33 Milliarden Franken. In Indien, Kanada, Mexiko und Marokko habe die Nachfrage nicht den Erwartungen entsprochen.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Die Umsatzrückgänge konnte der Konkurrent der französischen Lafarge und von HeidelbergCement zum Teil durch Kostensenkungen wettmachen. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um drei Prozent auf 776 Millionen Franken. Auch kleinere Preiserhöhungen konnte der Konzern durchsetzen.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Holcim. Der Konzern rechnet mit steigenden Zementverkäufen. Bei den Zuschlagsstoffen wie Sand und Kies und auch bei Transportbeton werde das Vorjahresniveau nicht erreicht. Erwartet werde eine Verbesserung der Betriebsgewinnmarge. Die Holcim-Aktie tendierte im vorbörslichen Handel leicht schwächer.

Von

rtr

Kommentare (1)

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mortenholpert

15.08.2013, 08:15 Uhr

Wer wie dieser Konzern wie zum Beispiel im Werk Lägerdorf bei Anwohnern und Umwelt verbrannte Erde hinterläßt, dem ist auch nicht hinterherzutrauern wenn es mal ein wenig mit dem Gewinn hapert. Würde man die Renaturierungsmaßnahmen vom Firmenwert abziehen, der erforderlich wäre um die an allen Standorten vorhandenen massiven Umwelteinwirkungen zu mindern, wäre dieser Konzern vermutlich genau garnichts mehr Wert!

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