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21.05.2013

17:52 Uhr

Befragungen bei Händlern

EU ist Ölmarktgaunern auf der Spur

Händler in ganz Europa haben Post von der EU-Kommission bekommen. Inhalt: Einige Fragen wegen des Verdachts auf Marktmanipulationen. Bei Konzernen wie Statoil und BP klopften die Ermittler bereits vor einer Woche an.

Eine Plastiktüte mit dem BP-Logo: Bei den großen Ölkonzernen gab es Razzien. dpa

Eine Plastiktüte mit dem BP-Logo: Bei den großen Ölkonzernen gab es Razzien.

LondonBei ihren Untersuchungen zu möglichen Manipulationen am Ölmarkt befragt die EU-Kommission Branchenkreisen zufolge Händler in ganz Europa. Ermittler hätten entsprechende Briefe verschickt und um Antworten bis Ende Mai gebeten, sagten zwei Personen aus verschiedenen Handelsräumen. So gehe es um Widersprüche zwischen Geboten, die an die Preisagentur Platts übermittelt worden seien, und den tatsächlichen Abschlüssen am Markt. Gefragt werde nach dem Zeitraum zwischen den Jahren 2010 und 2013.

Ermittler der EU-Kommission hatten in der vergangenen Woche Büros von Platts sowie der Ölkonzerne Statoil, Royal Dutch Shell and BP durchsucht. Es handelte sich um die größte internationale Razzia seit den Ermittlungen wegen Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor.

Verdacht von Preisabsprachen: Razzia bei Ölkonzernen

Verdacht von Preisabsprachen

Razzia bei Ölkonzernen

Was viele Autofahrer schon längst vermutet haben, interessiert jetzt auch die EU-Kommission. Die Kartellwächter der EU ermitteln gegen verschiedene Konzerne wegen Schummelei bei Festlegung der Ölpreise.

Preisagenturen wie Platts stellen mit Hilfe von Angaben der Rohstoffhändler den Preis für Ölprodukte fest. Diese Preise bieten wiederum die Grundlage für milliardenschwere Geschäfte. Selbst kleine Abweichungen hierbei könnten große Auswirkungen auf die Ölpreise haben und den Verbrauchern schaden, hatte die EU-Kommission erklärt.

Von

rtr

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