Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2017

17:40 Uhr

Bergbaufirma

Neue Aktionärsstruktur beflügelt Vale

Eine geplante Reform der Aktionärsstruktur bei Vale lässt den Kurs des Unternehmens ansteigen und neue Anleger einsteigen. Die Vorzugsaktien des weltgrößten Eisenerz-Förderers stiegen um bis zu 6,1 Prozent.

Vale wurde wiederholt von Skandalen erschüttert und stand lange wegen enger Bindungen zwischen Management und brasilianischer Spitzenpolitik in der Kritik. dpa

Der brasilianische Eisenerz-Förderer Vale

Vale wurde wiederholt von Skandalen erschüttert und stand lange wegen enger Bindungen zwischen Management und brasilianischer Spitzenpolitik in der Kritik.

FrankfurtDie geplante Reform der Aktionärsstruktur hat Anleger am Montag zum Einstieg bei Vale ermuntert. Gegen einen Preisaufschlag bei der geplanten Zusammenlegung der Vorzugs- und Stammaktien wollen die Eigner, die Vale bislang kontrollieren, Einfluss abgeben. „Das sieht nach einer Win-Win-Situation sowohl für Groß- als auch für die Minderheitsaktionäre aus“, sagte Analyst Rodolfo de Angele von der US-Bank JPMorgan. Die Vorzugsaktien des weltgrößten Eisenerz-Förderers stiegen an brasilianischen Börse in Sao Paolo um bis zu 6,1 Prozent und waren mit 34,23 Real so teuer wie zuletzt vor gut vier Jahren.

Die Experten der Banco BTG trauten Vale Kurssteigerungen von 20 Prozent zu. Vale wurde wiederholt von Skandalen erschüttert und stand wegen enger Bindungen zwischen Management und brasilianischer Spitzenpolitik in der Kritik. Mit der neuen Struktur haben alle Anteilseigner die gleichen Rechte.

K+S-Rivale Mosaic schluckt Teile von Vale: Milliardendeal in Düngemittelbranche

K+S-Rivale Mosaic schluckt Teile von Vale

Milliardendeal in Düngemittelbranche

Das Bergbauunternehmen Vale betreibt die größte Eisenerzmine der Welt. Sein Düngemittel-Geschäft geht für 2,5 Milliarden Dollar nun an den US-Konzern Mosaic, dem größten Rivalen des Kasseler Düngemittelherstellers K+S.

Bis November sollen Vale zufolge Vorzüge und Stämme zusammengelegt werden. Gemäß der Durchschnittkurses zum vergangenen Freitag erhielten Vorzugsaktionäre 0,9342 Stammaktien. Diejenigen Eigner, die den Konzern bislang über die Holding Valepar kontrollieren, erhielten im Rahmen dieser Transaktion einen Preisaufschlag von zehn Prozent.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vor etwa einem Monat über die Pläne berichtet. Initiatoren der Reform seien die Holding Bradespar und der Pensionsfonds Previ, sagten Insider damals. Die beiden Großaktionäre wollten Vale damit für Investoren attraktiver machen. Neben diesen beiden gehören noch die Pensionsfonds Petros, Funcef und Fundacao Cesp sowie das japanische Handelshaus Mitsui & Co. und eine Sparte der staatlichen brasilianischen Entwicklungsbank BNDES zu Valepar.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×