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14.05.2013

18:54 Uhr

Billigstromanbieter

Bundesamt für Justiz ermittelt gegen Care Energy

ExklusivDas Hamburger Unternehmen hat Ärger mit dem Bundesamt für Justiz. Offenbar ist die Muttergesellschaft des Billigstromanbieters ihrer Offenlegungspflicht nicht nachgekommen. Auch die Bundesnetzagentur ist am Ball.

Strommasten: Der Anbieter Care Energy hat Ärger mit der Justiz. dpa

Strommasten: Der Anbieter Care Energy hat Ärger mit der Justiz.

DüsseldorfDie juristischen Probleme des Billigstromanbieters Care Energy nehmen zu. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) ist das junge Hamburger Unternehmen auch in Konflikt mit dem Bundesamt für Justiz geraten. Im Visier ist die Muttergesellschaft MK Group Holding GmbH, weil diese nicht korrekt über ihre wirtschaftliche Situation berichtet hat.

„Das Bundesamt für Justiz prüft im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, ob Kapitalgesellschaften und andere offenlegungspflichtige Unternehmen rechtzeitig ihrer Offenlegungspflicht nachkommen“, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Verbraucherzentrale Hamburg.

Das sind die größten Stromverbraucher weltweit

Platz 1: China

China ist die weltweite Nummer Eins unter den Stromverbrauchern. Kein anderes Land benötigt mehr Strom. Auch bei der Stromerzeugung ist das Land an der Spitze, exportiert jedoch nicht besonders viel von seiner Energie. Im Ranking der Strom exportierenden Länder belegt die Volksrepublik nur den neunten Platz.

Platz 2: USA

Der zweitgrößter Stromverbraucher der Welt ist die USA. Fast fünf Prozent der installierten Stromerzeugungskapazität waren im Jahr 2010 regenerative Energien.

Platz 3: Japan

Den dritten Platz der größten Stromverbraucher belegt Japan. Das Land ist zugleich viertgrößter Stromproduzent der Erde, vor ihm liegen nur Russland, China und die USA. Mit seinen Erzeugungen versorgt sich Japan im Gegensatz zu diesen Ländern jedoch ausschließlich selbst.

Platz 4: Russland

Fast genauso viel Strom wie Japan verbraucht Russland und liegt somit auf dem vierten Platz der weltweit größten Verbraucher. Das Land ist zudem drittgrößter Stromproduzent.

Platz 5: Indien

Der fünftgrößte Stromverbraucher der Welt ist Indien. Kein Wunder: Das Land ist nach China das bevölkerungsreichste der Welt, 1,3 Milliarden Einwohner leben dort laut Schätzungen.

Platz 6: Kanada

Auf dem sechsten Platz der größten Stromverbraucher gibt es eine Überraschung: Kanada. Dabei ist das Land relativ spärlich besiedelt, nur 34 Millionen Menschen leben dort.

Platz 7: Deutschland

Mehr als doppelt so viele Einwohner wie Kanada hat Deutschland, und ist dennoch hinter dem nordamerikanischen Land, wenn es um den Stromverbrauch geht. 545 Milliarden Kilowattstunden wurden 2011 verbraucht. Beim Export von Strom ist Deutschland hingegen fast Spitze. Im weltweiten Vergleich exportiert nur Nachbarland Frankreich mehr.

Platz 8: Frankreich

Als Stromexporteur ist Frankreich die weltweite Nummer Eins. Beim Stromverbrauch liegt das 65 Millionen Einwohner-Land dagegen nur auf dem achten Platz.

Die Franzosen setzen bei der Stromerzeugung voll auf Atomkraft. 58 Meiler waren 2011 in Betrieb. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum neun Atomkraftwerke, in Spanien acht und im Vereinigten Königreich 18.

Platz 9: Brasilien

Neungrößter Stromverbraucher ist Brasilien. In dem südamerikanischen Land leben 200 Millionen Menschen.

Platz 10: Südkorea

Südkorea ist auf dem zehnten Platz der größten Stromverbraucher der Welt. Das Land versorgt sich laut der US-Informationsbehörde CIA komplett selbst, importiert also keinen Strom. Seinen Strom erzeugte Südkorea im Jahr 2010 zu fast einem Drittel mit Atomkraft, bis 2024 soll sie fast 50 Prozent der Stromproduktion ausmachen.

„Gegen das Unternehmen MK Group Holding GmbH ist von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Offenlegungspflichten zum Abschlussstichtag 31.12.2011 eingeleitet worden.“ Näher wollte sich die Behörde am Dienstag auf Anfrage nicht äußern. MK steht für Martin Kristek, den Gründer der Gruppe.

Auch die Bundesnetzagentur hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. „Es besteht der Verdacht, dass Care Energy durch eine eigenwillige Rechtsauslegung versucht, die Anzeigepflicht nach Paragraph 5 des Energiewirtschaftsgesetzes zu umgehen und sich damit auch der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage zu entziehen“, sagte Renate Hichert, Sprecherin der Aufsichtsbehörde. Mit einer ähnlichen Begründung haben auch die großen Netzbetreiber Amprion, 50Hertz und Tennet Klagen eingereicht. Care Energy weist die Vorwürfe zurück.

Care Energy ist erst seit Ende 2011 am Markt, hat aber nach eigenen Angaben schon 250.000 Kunden gewonnen. Grund für das rasante Wachstum dürften vor allem die außergewöhnlich niedrigen Preise sein.

Von

iw

Kommentare (3)

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Busike

16.05.2013, 08:42 Uhr

6 cent kostet der Strom an der Leipziger Börse, 30 cent sollen wir bezahlen. Wer ist denn jetzt der Betrüger am Kunden? Die ehrlichen Anbieter werden von staatswegen kriminalisiert um dem Wucher vorschub zu leisten. Das ist Lobbyismus pur. Der Staat beutet hemmungslos mit aus und ist der Handlanger der Strommafia. Was ist denn hier Verbraucherschutz? Die Aigner und Konsorten mit sicherheit nicht. Von wegen EEGumlage, hier fängt doch krim...... an.

Strippe

20.05.2013, 18:27 Uhr

Das Angebot ist super ohne frage ABER bei Care Energy kommen soviele Umgereimtheiten zusammen wo man oder ich zumindestens nicht weis wie man sowas finanziert. Zum Beispiel. Care Engery will alle Kosten über die Grundgebühr 6,99€ bezahlen. Ein Berater bekommt pro Abschluss in der niedrigsten Stufe 40€ + MWSt.je mehr er Verkauft hat um so höher rutscht er8Ich kenne einen CE Berater der mich auch als Berater werben wollte). Wenn wir jetzt wie von CE angegeben 1000 Kunden pro Tag neu dazu kommen sind das bei 22 Arbeitstagen 22.000Kunden = 880.000€ Provisionszahlungen.Die Provision wird gezahlt wenn der Kunde die erste Überweisung macht. Das bedeutet das dann 153.780€ Grundgebühr rein kommen.Fehlen 726.220€ die von Care Energy vorfinanziert werden müssen.Kommen wir zum Solarmodul. Ein Modul kostet laut CE rund 500€.(Beim Händler ca. 800€) Care Energy stellt dieses kostenlos zur Verfügung und will die kosten mit den Produzierten Strom der Anlage wieder rein holen. Das beudeutet das so ein Modul im Jahr laut CE 195 Watt Strom erzeugt.Das bedeutet das dieses Modul bei 19,9Cent ein Ertrag von 38,80€im Jahr bringt. Ein Modul fast 13 Jahre betrieben werden muss um sich selber bezahlt zu machen. Teil 2 folgt

Strippe

20.05.2013, 18:29 Uhr

Teil 2
Laut Pressekonferenz wird bei der Installation vom Fachmann die Anlage aufgestellt und eine Leitung gezogen sowie eine Sicherung gesetzt.Das ist vernüftig aber nicht mit 40€ abdeckbar wenn man Material, Lohnkosten und auch noch die Anliefrung rechnet. Dann kommt noch die zusätzliche Zählermontage die den Kunden nichts kostet.Da in den meisten Zählerschränken kein Platz für einen zweiten Zähler ist, muss ein zusätzlicher Zählerplatz installiert werden. Somit kommen wir auf geschätzte Kosten von min. 400€. Also trägt Care Energy die Kosten für den Zähler und die Installation. Ich möchte betonen das ich die IDEE con CE super finde aber es muss mir jemand erklären wie sie das alles vorfinazieren wollen ohne von den Kosten überrollt zu werden.EEG Umlage. Selbst Greenpeace die reinen Grünen Strom anbieten müssen die volle EEG Umlage zahlen sowie alle anderen auch. Warum sollte CE dieses nicht müssen?
Wäre echt toll wenn mir jemand vorrechnen kann wie sich so ein Geschäftsmodell rechnet.

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