Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.02.2017

07:59 Uhr

Börsengang des Ölgiganten

Saudi Aramco setzt auf Moelis & Co.

Der Ölkonzern Saudi Aramco hat offenbar die New Yorker Investmentbank Moelis & Co. mit der Vorbereitung seines Börsengangs beauftragt. Dieser könnte 100 Milliarden Dollar erlösen – eine historische Größe.

Der saudische Ölmulti will – zu einem kleinen Teil – an die Börse. dpa

Khurais-Ölfeld von Aramco in Saudi-Arabien

Der saudische Ölmulti will – zu einem kleinen Teil – an die Börse.

Nach übereinstimmenden Berichten setzt der Ölmulti Saudi Arabian Oil bei der Vorbereitung seines Börsengangs auf die Beratung durch die spezialisierte US-Investmentbank Moelis & Co. Die New Yorker Bank stand bereits als ein möglicher Name für den Deal fest, wie am Vorgang beteiligte Personen offenbarten.

Saudi Aramco, wie der Ölkonzern auch genannt wird, war auf der Suche nach einem Berater, um die sogenannten Underwriting-Banken für den Börsengang auszuwählen, Interessentenlisten zu führen und einen ungestörten Ablauf des Verfahrens sicherzustellen. Bislang haben Moelis und Aramco die Meldung noch nicht kommentiert.

BP, Shell und Co.: Trügerische Zuversicht bei den Ölriesen

BP, Shell und Co.

Premium Trügerische Zuversicht bei den Ölriesen

Nach drei Horrorjahren hoffen BP, Shell und Co. auf stabile Ölpreise und Donald Trump. Sie investieren sogar in Windparks auf hoher See. Skeptiker sehen dennoch schwarz, dass den Ölkonzernen der Wandel gelingt.

Das Königreich Saudi-Arabien will weniger als fünf Prozent an Saudi Aramco verkaufen. Der Erlös soll laut dem stellvertretenden Kronprinzen Mohammed bin Salman in den weltgrößten Kapitalfonds fließen, um die Abhängigkeit des Landes vom Öl zu verringern. Der Börsengang wird auf die Summe von 100 Milliarden Dollar geschätzt. Damit stellte er den bislang größten Börsengang des chinesischen Internethändler Alibaba mit einem Volumen von 25 Milliarden Dollar im Jahr 2014 deutlich in den Schatten.

Moelis & Co. werden nicht die einzigen Berater beim Teilbörsengang von Saudi Aramco. Außerdem berufen wurden die Investmentbank JP Morgan sowie Michael Klein, ein früherer Investmentbanker der Citigroup, der nun eine unabhängige Beratungsfirma führt. Während Klein die saudi-arabische Regierung in strategischen Fragen beraten soll, soll JP Morgan den Börsengang vorbereiten und mit anderen Banken als Underwriter zur Verfügung stehen – also im Zweifel einen Teil der bei der Emission offerierten Papiere selbst übernehmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×