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17.02.2015

00:16 Uhr

Braunkohle-Geschäft von Vattenfall

Steag weist Berichte über Interesse zurück

Medien hatten berichtet, der deutsche Stromkonzern Steag führe Gespräche zur Übernahme des Braunkohlegeschäfts von Vattenfall. Der Konzern weist die Berichte zurück. Es geht um 8000 Arbeitsplätze.

Rettet Steag das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall? dpa - picture-alliance

Steag

Rettet Steag das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall?

Berlin/DüsseldorfDer Energiekonzern Steag hat einen Zeitungsbericht über Gespräche zur Übernahme der Braunkohlegeschäfte von Vattenfall zurückgewiesen. „Wir führen keine Gespräche. Wir strecken keine Fühler aus“, sagte eine Steag-Sprecherin am Dienstag. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, Steag-Chef Joachim Rumstadt habe dazu erste Unterredungen geführt.

Vattenfall will das ostdeutsche Braunkohlegeschäft bis Jahresende verkaufen. Der schwedische Staatskonzern wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren.

Interesse an den Geschäften haben die tschechischen Versorger EPH und CEZ angemeldet. Der Wert wird auf zwei bis drei Milliarden Euro geschätzt. Reuters hatte von Insidern erfahren, dass auch Finanzinvestoren wie KKR, Blackstone und CVC ein Auge auf die Geschäfte werfen könnten. Vattenfall beschäftigt in der Förderung und Verstromung von Braunkohle in Deutschland mehr als 8000 Mitarbeiter.

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CEZ hat auch ein Auge auf die ostdeutschen Pumpspeicherkraftwerke von Vattenfall geworfen. Diese könnten im Paket mit der Braunkohle veräußert werden, hatte ein Vattenfall-Sprecher am Montag gesagt. Die fünf Pumpspeicherkraftwerke in Thüringen haben eine Kapazität von 2600 Megawatt. Den Wert der Anlagen nannte Vattenfall nicht.

Eine mit den Kraftwerken vertraute Person bezifferte den Gesamtwert der deutschen Wasserkraftwerke des Konzerns auf rund 400 Millionen Euro.
Die „Rheinische Post“ hatte in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Konzernkreise über erste Gespräche zur Übernahme berichtet. Auch IG BCE-Chef Michael Vassiliadis mache sich für den Plan stark, berichtete die Zeitung.

Ein Vattenfall-Sprecher sagte dem Blatt: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht bei laufenden Transaktionen zu Marktspekulationen.“ Eine Steag-Sprecherin erklärte: „Unterschiedliche Gruppierungen suchen nach einer Lösung für das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall. Dass Steag aufgrund ihrer Kompetenz im Betrieb von Kraftwerken in diesem Zusammenhang von dritter Seite spekulativ genannt wird, können wir nicht ausschließen. Wir weisen aber darauf hin, dass unser Unternehmen keine Fühler ausstreckt". Die IG BCE wollte sich nicht äußern.

Vattenfall hatte vor kurzem angekündigt, seine Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke in Ostdeutschland bis Jahresende verkaufen zu wollen. Im Frühjahr soll der offizielle Verkaufsprozess starten. Als Interessent galt bisher der tschechische Versorger EPH.

Von

rtr

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