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23.01.2017

15:23 Uhr

Care-Energy

Betrieb läuft nach Tod des Gründers weiter

Care-Energy-Gründer Martin Richard Kristek ist am Samstag mit nur 44 Jahren gestorben. Die Stromversorgung der Kunden soll jedoch auch ohne den „Rebell und Querdenker am Energiemarkt“ weiterlaufen.

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HamburgNach dem Tod des Care-Energy-Gründers Martin Richard Kristek setzen die Firmen der Unternehmensgruppe ihren Betrieb fort. Sie sei voll handlungsfähig, teilte die Care-Energy-Holding GmbH am Montag mit. „Der laufende Geschäftsbetrieb geht uneingeschränkt weiter.“ Die Stromversorgung der Kunden des Energielieferanten Care-Energy AG werde ohne Einschränkung fortgesetzt.

Der Österreicher Kristek, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Unternehmen der Marke Care-Energy, war am Samstag im Alter von 44 Jahren gestorben. Die Holding bezeichnete ihn in ihrer Mitteilung als „Rebell und Querdenker am Energiemarkt“.

Kristek lag mit Stromnetzbetreibern, der Bundesnetzagentur sowie Verbraucherzentralen im Clinch. Er warf den Netzbetreibern vor, Stromversorger mit falschen Zahlen zu versorgen, und der Netzagentur, die Betreiber nicht zu kontrollieren.

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Ein Großteil der Stromkunden von Care-Energy muss sich entscheiden: Wollen sie bei der Firma bleiben oder zu einem anderen Anbieter wechseln? Die Auseinandersetzung des Anbieters mit Stromnetz-Betreibern verschärft sich.

Im Sommer 2016 hatte sich die Auseinandersetzung verschärft: Die AG kündigte nach eigenem Bekunden ihren Vertrag mit dem Netzbetreiber Tennet fristlos wegen falscher Mengenprognosen. Der Netzbetreiber 50Hertz wiederum kündigte seine Verträge mit der Münchner Firma wegen ausstehender Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Dadurch wechselten automatisch tausende Kunden zum Grundversorger ihrer Region. AG-Chef Marco Wiebelt sprach damals von einem Verlust von 75 Prozent der Kunden. Zu vorherigen Spitzenzeiten sollen 200.000 Kunden von Care-Energy-Firmen mit Strom versorgt worden sein.

Von

dpa

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