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01.11.2013

17:11 Uhr

Chinesischer Solarmodulhersteller

Suntech erhält staatliche Hilfe

Suntech ist einer der größten Anbieter für Solarmodule – und seit März pleite. Nun erhalten die Chinesen finanzielle Hilfe von ihrem Heimatland. Mit staatlicher Unterstützung soll so die Insolvenz verhindert werden.

In den USA hatte ein Gericht in New York im September zugunsten von Gläubigern entschieden, denen Suntech insgesamt 1,6 Milliarden Dollar schuldet. Reuters

In den USA hatte ein Gericht in New York im September zugunsten von Gläubigern entschieden, denen Suntech insgesamt 1,6 Milliarden Dollar schuldet.

ShanghaiDer chinesische Solarmodulhersteller Suntech, einst der größte Anbieter weltweit und seit März pleite, bekommt staatliche Hilfe. Die Investmentgesellschaft Wuxi Guolian, von der Regierung der Stadt Wuxi gestützt, werde Suntech mit „mindestens“ 150 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) unter die Arme greifen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. In einer weiteren Erklärung wehrte sich Suntech, das auch an der New Yorker Börse gelistet ist, gegen eine von seinen Gläubigern in den USA erzwungene Insolvenz in den USA.

Suntech hatte im März einräumen müssen, dass es Anleihen im Wert von 541 Millionen Dollar nicht bedienen könne. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wuxi im Osten Chinas erklärte seine chinesische Tochter Wuxi Suntech Power für insolvent und schuf damit die Grundlage für eine Umstrukturierung. Die Sechs-Millionen-Einwohner-Stadt ist sehr daran interessiert, das Unternehmen mit seinen Arbeitsplätzen zu halten - daher die Hilfe über die Gesellschaft Wuxi Guolian.

In den USA hatte ein Gericht in New York im September zugunsten von Gläubigern entschieden, denen Suntech insgesamt 1,6 Milliarden Dollar schuldet. Nach der Ankündigung des Unternehmens, in den USA nicht in die Insolvenz gehen zu wollen, sank der Kurs der Aktie an der Börse weiter um 1,43 Prozent. Seit Beginn des Jahres ging der Wert der Aktie um rund 14 Prozent zurück.

Die Pleite von Suntech ist Analysten zufolge vor allem auf die Billigpreisstrategie des Unternehmens zurückführen. Wie andere chinesische Solarmodulhersteller - Yingli, Trina, Canadian Solar - verkaufte Suntech seine Module immer billiger. Die Preise sanken nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IHS im Jahr 2011 um 45 Prozent, 2012 um weitere 25 Prozent.

Von

afp

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