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05.05.2014

15:01 Uhr

Chinesischer Stahlkonzern

Baosteel greift Bergbau-Riesen in Australien an

Mit einer Übernahme in Australien will der chinesische Stahlkonzern Baosteel seinen Rohstoff-Nachschub ausbauen. Gemeinsam mit dem Bahnunternehmen Aurizon soll für den Rohstofftransport nun eine Bahnverbindung her.

Baosteel in Shanghai. Zusätzlich zu der Bahnverbindung will Baosteel auch einen Verladehafen bauen, um für andere Konzerne Stahl zu transportieren. Reuters

Baosteel in Shanghai. Zusätzlich zu der Bahnverbindung will Baosteel auch einen Verladehafen bauen, um für andere Konzerne Stahl zu transportieren.

SydneyDer zweitgrößte chinesische Stahlkonzern Baosteel will mit einer Milliardenübernahme in Australien seinen Rohstoff-Nachschub ausbauen und an der Export-Dominanz der Bergbau-Riesen Rio Tinto und BHP Billiton rütteln. Gemeinsam mit dem heimischen Bahn-Unternehmen Aurizon legte er dazu eine Offerte für den Bergbau-Konzern Aquila Resources über gut eine Milliarde US-Dollar vor. Ziel sei es, ein Aquila-Projekt zum Abbau von Eisenerz in der Region West Pilbara in Gang zu bringen. Gemeinsam mit dem Partner will Baosteel nun zudem eine Bahn-Verbindung und einen Verladehafen bauen, um auch für andere Konzerne den für die Stahlproduktion wichtigen Rohstoff zu transportieren. Dies könnte die Vormachtstellung der australischen Bergbaukonzerne Rio Tinto und BHP Billiton aufbrechen.

Baosteel sei vor fünf Jahren wegen des Pilbara-Projekts bei Aquila mit 20 Prozent eingestiegen und enttäuscht, dass es noch immer keine Fortschritte gebe, sagte Finanzchef Wu Yiming. Weil es bislang nicht zu Gesprächen mit der Aquila-Führung gekommen sei, habe sich der Staatskonzern direkt an die Aktionäre gewandt.

Von

rtr

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